Dienstag 21. November 2017
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Webnews, 07/11/2017

 

 

Artikel 17 AEUV

COMECE: "Christen, die für das Gemeinwohl arbeiten"

 

"Wir sind keine Interessengruppe, die sich für Religionen ausspricht, wir sind europäische Bürger, die sich für den Aufbau Europas einsetzen", sagte Erzbischof Jean-Claude Hollerich während eines hochrangigen Treffens zwischen EU-Institutionen und religiösen Führern aus ganz Europa.

 

Der erste Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, und die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Mairead McGuinness, waren Gastgeber des 13. jährlichen High-Level Treffens zwischen den EU-Institutionen und führenden Persönlichkeiten aus Kirchen und religiösen Gemeinschaften in Europa.

 

Diese jährliche Zusammenkunft ist Teil des offenen, transparenten und regelmäßigen Dialogs mit den europäischen Institutionen, der in Artikel 17 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU vorgesehen ist. Es bot die Gelegenheit, die Zukunft des europäischen Projektes aus der Perspektive der menschlichen Dimension zu diskutieren, die die Grundsätze der Solidarität, der sozialen Gerechtigkeit und der Nachhaltigkeit umfasst.

 

Erzbischof Jean-Claude Hollerich, Delegierter der COMECE für Luxemburg, sagte, dass Kirchen und Religionsgemeinschaften in den Dialog mit politischen Akteuren treten ; nicht um für Religionen zu sprechen, sondern zum Aufbau Europas als Friedensprojekt auf der Grundlage des Allgemeinwohls.

 

Im Zusammenhang mit der Identifizierung neuer Führungsformen zur Stärkung des Dialogs zwischen religiösen und politischen Akteuren erklärte Bischof Noel Treanor, Delegierter der COMECE aus Irland, dass "Führung partizipativ, geteilt und mehrstufig sein sollte", wobei die Bedeutung der Führung vor Ort hervorgehoben wird.

 

In Bezug auf die Intervention von Papst Franziskus an die Teilnehmer des (Re) Thinking Europe am 28. Oktober fügte Bischof Treanor hinzu: "Kirchen und Religionen sollten keine Räume besetzen oder beherrschen, sondern Prozesse entfesseln und Brücken schlagen für einen offenen Dialog, der Vielfalt respektiert".

 

Herr Timmermans unterstrich die immer größer werdende Bedeutung des Art. 17 AEUV-Dialoges und bezog sich dabei auf einige konkrete Folgemaßnahmen zu den während des Treffens behandelten Themen.

 

Die COMECE begrüßt regelmäßige Gelegenheiten des Austauschs mit den EU-Institutionen, als Möglichkeit, religiöse Ansichten auf weltliche Themen und Angelegenheiten zu beleuchten. Die COMECE verpflichtet sich zudem, den Dialog nach Artikel 17 AEUV, einschließlich bilateraler Treffen auf oberster Ebene, weiter zu verstärken, um die Politik konkret zu gestalten.

 

Lesen Sie die Pressemitteilung der EU-Kommission zur Veranstaltung

Schauen Sie die Pressekonferenz (Video)

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