Montag 19. November 2018
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Webnews, 05/02/2018

 

Aufruf zu Frieden und Demokratie an alle Akteure in der D.R. Kongo

 

Sechs Menschen starben am 21. Januar in Kinshasa während Demonstrationen gegen die nach hinten verschobenen Wahlen und die Fortsetzung des Mandats von Präsident Kabila. Weitere 57 Menschen wurden verletzt, im ganzen Land gab es 111 Festnahmen. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN), waren die meisten der Opfer katholische Gläubige, die nach der Sonntagsmesse friedlich protestiert hatten.

 

 

Papst Franziskus appellierte an die Behörden der D.R. Kongo (DRK), alles in ihrer Macht stehende zu tun, um jegliche Form von Gewalt zu vermeiden und nach Lösungen zum Wohle aller zu suchen.

 

Die Zwischenfälle ereigneten sich nur wenige Tage, nachdem das Europäische Parlament am 18. Januar 2018 eine Resolution verabschiedet hat, in der hervorgehoben wird, dass “die Behörden in der DRK systematisch Organisationen der Zivilgesellschaft und Menschenrechtsverteidiger schikaniert haben”, einschließlich der katholischen Kirche und dem Comité Laïc de Coordination (CLC).

 

Als Mediator im politischen Transitionsprozess, erleichterte die katholische Bischofskonferenz das Abkommen von Saint Sylvestre, in dem sich die Parteien zu Neuwahlen verpflichten. Um zur vollständigen Implementierung des Abkommens zu ermutigen, wurden religiöse Akteure zu Friedensmärschen am 31. Dezember 2017 aufgerufen, die von den Sicherheitskräften gewalttätig unterdrückt wurden und zu acht Todesopfern, mehreren anderen Verwundeten und Festnahmen führten.

 

Die Apostolische Nuntiatur zählte 134 von den Streitkräften angegriffene Kirchen, 5 unterbrochene Messen sowie 6 festgenommene Priester. Kardinal Monsengwo, Erzbischof von Kinshasa, unterstrich, dass “die Übergriffe naheliegend erscheinen lassen, dass die katholische Kirche gezielt attackiert wird, um ihre Botschaft des Friedens und der Versöhnung zu sabotieren.”

 

In seiner am 06. März 2017 verabschiedeten abschließenden Erklärung, hat der Europäische Rat die “moralische Führungsrolle, Unvoreingenommenheit und Legitimität der katholischen Bischofskonferenz (CENCO) [anerkannt] und seine volle Unterstützung für ihre Rolle als Mediator bekräftigt.”

 

Die COMECE drückt hiermit ihre Solidarität mit der kongolesischen Bischofskonferenz aus und unterstützt ihre Bemühungen um Fortschritte im demokratischen Transitionsprozess. Diesbezüglich ermutigt die COMECE die EU:

  • den sozialen und humanitären Konsequenzen der Krise in der DRK besondere Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen;
  • das kongolesische Volk in dessen legitimen Streben nach demokratischer Staatsführung und der Respektierung von Grundfreiheiten zu begleiten, um das Wohlergehen aller sicher zu stellen;
  • Aktivitäten der kongolesischen Zivilgesellschaft und religiöser Akteure als zentrale soziale und friedensstiftende Akteure zu unterstützen.

Media

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