Montag 23. April 2018
2017
Webnews, 21/12/2017

 

Bekämpfung von Antibiotikaresistenz (AMR)

 

Jedes Jahr sterben etwa 25.000 Menschen in der EU und etwa 700.000 in der übrigen Welt an Resistenzen gegen Antibiotika. Was ist das für ein Phänomen? Wie ist dies möglich? Was unternimmt die EU, um ihre Bürger zu schützen? Was leistet die COMECE, um dem entgegenzuwirken?

 

 

Die Antibiotikaresistenz oder Antimicrobial Resistance (AMR) ist ein weltweit wachsendes Phänomen aufgrund einer Übernutzung oder eines unangemessenen Einsatzes von Antibiotika in der Humanmedizin, Tiergesundheitspflege, Tierhaltung und in der Pflanzenpflege, aber auch aufgrund der schlechten Hygienebedingungen in Krankenhäusern und im Gesundheitswesen.

 

AMR könnte die medizinische Behandlung von Menschen ernsthaft gefährden und eine angemessene Behandlung schwerer Erkrankungen (Operationen, Chemotherapie usw.) sehr schwierig oder fast unmöglich machen, mindestens sehr teuer. Die EU begann 2006 das Problem anzugehen, indem sie Antibiotika als Wachstumsförderer bei Nutztieren verbot. Weitere Maßnahmen wurden ergriffen, darunter eine Konferenz über die sozioökonomischen Aspekte der Antibiotikaresistenz, die vom Europäischen Parlament organisiert wurde, und der neue EU-Aktionsplan gegen AMR, der 2017 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde.

 

Als ein bedeutender Akteur in den Bereichen Gesundheit und Bildung in der EU und auf globaler Ebene ist die Kirche daran interessiert, das Phänomen zu analysieren und anzugehen. Die COMECE beobachtet aktiv die Maßnahmen der EU gegen AMR, befasst sich mit den ethischen Implikationen aus christlicher Sicht und betont die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen, um die Menschen für den richtigen Einsatz von Antibiotika in der Gesundheitsversorgung zu sensibilisieren.

 

In mehreren Fällen forderte die COMECE die EU-Institutionen nachdrücklich auf, den hochindustrialisierten Agrarsektor zu überwachen, wo eine große Anzahl von Tieren auf begrenztem Raum die Landwirte dazu verleitet, Antibiotika als prophylaktische Behandlung zu verwenden, um Tierkrankheiten aufgrund von Stress und Überbevölkerung zu vermeiden.

 

Gemeinsam mit anderen Akteuren im Europäischen Parlament und in der Zivilgesellschaft wird die COMECE das Phänomen in all seinen Dimensionen verfolgen und versuchen, ein tieferes Bewusstsein für dieses Problem und die Notwendigkeit, es in den kirchlichen Institutionen anzugehen, zu schaffen.

 

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