Friday 3. July 2020
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Pressemitteilung, 04/06/2020

 

COMECE-CCEE-Präsidien: "Lasst uns alle zusammen für einen Aufschwung arbeiten, der niemanden zurücklässt"

 

Am Mittwoch, den 3. Juni 2020, fand die Jahrestagung der Präsidien von COMECE und CCEE statt, bei der die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das tägliche Leben in der Kirche und in den europäischen Gesellschaften sowie der Beitrag der katholischen Kirche zu einem „gerechten Aufschwung, der niemanden zurücklässt" im Mittelpunkt standen.

 

 

Im Fokus der Debatte standen die Situation der Kirche in Europa sowie die Zukunftsaussichten im Krisenkontext der durch das SARS-CoV-19-Virus verursachten Pandemie.

 

Die Präsidien der COMECE und des CCEE analysierten die Auswirkungen der Pandemie auf unsere zivilen und kirchlichen Gemeinschaften und zeigten Möglichkeiten der Zusammenarbeit für das künftige kirchliche Leben in Europa auf.

 

Die Prälaten bekräftigten die Nähe der katholischen Kirche zu all jenen, die mit der Pandemie zu kämpfen haben - den Opfern, ihren Familien und allen Mitarbeitern des Gesundheitswesens, den Freiwilligen und den Gläubigen, die an vorderster Front standen und stehen, sich um die Betroffenen kümmern und ihnen Hilfe bringen - und äußerten ihre Besorgnis „über die Wirtschaftskrise und den daraus folgenden Verlust zahlreicher Arbeitsplätze", sowie die Hoffnung, dass wir in Europa alle gemeinsam für einen Aufschwung arbeiten werden, der niemanden zurücklässt".

 

In dieser Zeit der Krise, welche die beträchtlichen Grenzen des Individualismus aufzeigt, betonten die beiden Präsidien die zentrale Rolle der Familie, „die wahre Zelle der Solidarität und des Teilens, aber auch ein Ort des gemeinsamen Gebets ist. In die Familie zu investieren, - so fuhren sie fort - ist der erste Schritt zu einem gerechten sozialen, wirtschaftlichen und kirchlichen Aufschwung".

 

Die Teilnehmer des Treffens dankten den vielen Priestern, von denen viele auch ihr eigenes Leben opferten, für ihren wichtigen und großzügigen Dienst in dieser Zeit, und analysierten die Rolle der sozialen Medien beim Gebet und der Übertragung von Gottesdiensten.

 

Diese neuen Formen der religiösen Praxis, der Beziehungen, der Präsenz und des Teilens des Glaubens laden uns ein, nicht nur die Möglichkeiten zu erwägen, dem Glauben und der Kirche eine neue Bedeutung zu geben, sondern auch darauf hinzuwirken, dass viele Gläubige das Element der vollen Sakramentalität religiöser Feiern in Gotteshäusern wiederentdecken, welches der Einsatz neuer Technologien nicht gewährleisten kann.

 

Die beiden Präsidien diskutierten auch über die starke Einschränkung der Religionsfreiheit im Zusammenhang mit der Schließung von Gotteshäusern und dem Verbot von Liturgien, und forderten die Wiederherstellung normaler Beziehungen zwischen Staat und Kirche auf der Grundlage des Dialogs und der Achtung der Grundrechte.

 

Wegen der vorsorglichen sozial-distanzierenden Maßnahmen wurde das Treffen per Videokonferenz abgehalten. An der Sitzung nahmen teil: die Präsidenten S.Em. Kardinal Jean-Claude Hollerich SJ (COMECE) und S.Em. Kardinal Angelo Bagnasco (CCEE), sowie all Mitglieder der zwei Präsidien – S.Em. Kardinal Vincent Nichols (Westminster) und S.E. Mgr. Stanisław Gądecki (Poznan) für den CCEE, und Bischöfe S.E. Mgr. Mariano Crociata (Latina), S.E. Mgr. Noel Treanor (Down und Connor), S.E. Mgr. Jan Vokal (Hradec Králové) und S.E. Mgr. Franz-Josef Overbeck (Essen) für die COMECE, und der Apostolische Nuntius zur Europäischen Union, S.E. Mgr. Alain Lebeaupin.


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