Wednesday 2. December 2020
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Webnews, 13/11/2020

 

COMECE fordert eine menschenzentrierte, nachhaltige und multilaterale EU-Arktispolitik

 

COMECE beteiligte sich an der öffentlichen Konsultation der EU über die zukünftige Arktis-Politik. Siebetonte darin die Verantwortung der EU für eine nachhaltige und friedliche Arktis, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Der Beitrag wurde gemeinsam mit Justice & Peace Europe im Dialog mit regionalen kirchlichen Akteuren erarbeitet.

 

 

 

Im Kontext der aktuellen Entwicklungen, die sich auf die Arktisregion auswirken, überprüft die Europäische Union ihren politischen Rahmen für 2016, um die miteinander verbundenen ökologischen, sozioökonomischen, menschenrechtlichen und geopolitischen Herausforderungen anzugehen.

 

Durch die Teilnahme an der kürzlich durchgeführten öffentlichen Konsultation der EU betonen die COMECE und Justice & Peace Europe, dass die künftige EU-Arktis-Politik eine Partnerschaft für eine nachhaltige und integrale Entwicklung von Personen, Familien und lokalen Gemeinschaften unter Achtung ihrer natürlichen Umwelt fördern sollte.

 

In diesem Zusammenhang schlägt das gemeinsame Dokument vor, dass "die menschliche Dimension in der künftigen Politik stärker artikuliert werden sollte, einschließlich Fragen der  Gesundheit, Sicherheit und sozioökonomische Stärkung der lokalen Gemeinschaften und der in der Region anwesenden Wanderarbeitnehmer".

 

Neben der Stärkung des Schutzes und der Förderung der Menschenrechte, einschließlich der Land-, sozialen, kulturellen, religiösen und sprachlichen Rechte indigener Gemeinschaften, wird die EU ermutigt, der Förderung der Widerstandsfähigkeit lokaler Gemeinschaften im Hinblick auf die notwendigen Anpassungen aufgrund des Klimawandels und seiner Auswirkungen Vorrang einzuräumen.

 

Der Reichtum an natürlichen Ressourcen in der arktischen Region und ihre bessere Zugänglichkeit aufgrund des schmelzenden Eises schürt das Potenzial für räuberische Praktiken, die die Umwelt ausbeuten und die lokale Bevölkerung verarmen lassen.

 

In Anlehnung an die Forderung von Papst Franziskus nach einer integralen Ökologie, der Bewahrung der Schöpfung und dem Aufbau einer gerechten und ausgewogenen sozialen und wirtschaftlichen Ordnung betont COMECE in ihrem Beitrag, dass der künftige politische Rahmen der EU für die Arktis "einen verbindlichen Mechanismus für die soziale Verantwortung von Unternehmen umfassen sollte, der von den Unternehmen verlangt, international anerkannte Menschenrechts-, Sozial- und Umweltstandards vollständig einzuhalten". 

 

Um der Gefahr einer Fragmentierung der Region zu begegnen, sollte die EU neue integrative Wege des multilateralen Engagements mit allen regionalen und lokalen Akteuren, einschließlich der indigenen Gemeinschaften, fördern.

 

Kirchen, Religionsgemeinschaften und kirchliche Akteure als Förderer einer nachhaltigen menschlichen Entwicklung und des Friedens sowie als Multiplikatoren von Sensibilisierungsbemühungen könnten nach Ansicht der COMECE als natürliche Partner der EU bei der gemeinsamen Bewältigung der für die arktische Region relevanten Herausforderungen anerkannt werden.

 

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Photo: Sergey Anisimov/Anadolu Agency

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