Friday 15. November 2019
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Pressemitteilung, 25/10/2019

 

COMECE-Herbstvollversammlung 2019

EU-Bischöfe fordern einen gerechten und inklusiven Wandel hin zur integralen Ökologie

 

Vom 23. bis 25. Oktober 2019 trafen sich die Delegierten der Bischofskonferenzen der Europäischen Union in Brüssel zur Herbstvollversammlung der COMECE. Das Treffen war den Herausforderungen nach den EU-Wahlen und einer europäischen Politik der Nachhaltigkeit gewidmet, die Personen, Familien und Gemeinschaften in den Mittelpunkt stellt.

 

 

Mit Blick auf die erneuerten EU-Institutionen haben die Bischöfe sich mit einem EU-Vertreter über die Prioritäten der neuen Europäischen Kommission ausgetauscht. Sie setzten sich auch mit dem Kommissionsvorschlag des "European Green Deal" auseinander und forderten eine Politik, die die ganzheitliche menschliche Entwicklung in Blick nimmt.

 

Mit Bezug auf die Enzyklika "Laudato Si'" von Papst Franziskus diskutierten die Bischöfe, wie die EU-Initiativen im Bereich der Klima- und Nachhaltigkeitspolitik insbesondere Personen, Familien und Gemeinschaften dienen können. Dazu tauschten sie sich mit vier katholischen Akteuren - der Globalen Katholischen Klimabewegung (GCCM), Caritas Europa, dem Europäischer Bund Katholischer Familien (FAFCE) und der Internationalen Zusammenarbeit für Entwicklung und Solidarität (CIDSE) – über die Herausforderungen im Bereich Umwelt, Demografie, Entwicklung und dem Schutz der Ärmsten und Schwächsten der Gesellschaft aus.

 

Im Einklang mit den UN-Zielen für Nachhaltige Entwicklung und angesichts der derzeitigen Amazonassynode forderten die COMECE-Bischöfe die EU auf, eine wirksamere Kohärenz ihrer Handels-, Entwicklungs-, Klima- und Menschenrechtspolitiken sicherzustellen.

 

Sie betonten vor allem die Wichtigkeit der Annahme verbindlicher und wirksamer Menschenrechtsvorschriften für transnationale europäische Unternehmen. Diese sollte gewährleisten, dass Unternehmen die rechtlichen, sozialen und ökologischen Standards entlang der gesamten Lieferkette einhalten.

 

Die COMECE-Bischöfe bekräftigten die Notwendigkeit, einen fairen, inklusiven und systematischen Wandel hin zu einer integralen Ökologie zu schaffen, bei der den Schwächsten besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Darüber hinaus sollten die begrenzten Ressourcen unseres Planeten schonend und im Einklang mit dem Konzept der Kreislaufwirtschaft genutzt werden.   

 

Während der dreitägigen Vollversammlung äußerten die Delegierten der EU-Bischofskonferenzen auch ihre Besorgnis über die derzeitige Lage in Syrien und ermutigten die EU, ihre humanitären und diplomatischen Maßnahmen zu intensivieren, um einen dauerhaften und nachhaltigen Frieden in der Region zu gewährleisten.

 

Der Präsident der COMECE und Erzbischof von Luxemburg, S. Em. Kardinal Jean-Claude Hollerich S.J., der kürzlich von Papst Franziskus in den Kardinalsstand erhoben wurde, kam direkt aus Rom, um die Versammlung der COMECE zu leiten. Er wird anschließend nach Rom zurückreisen, um zu den abschließenden Diskussionen der Amazonassynodebeizutragen.

 

Anlässlich der Finnischen EU-Ratspräsidentschaft feierten die Bischöfe am Mittwoch, 23. Oktober 2019 in der Brüsseler Kirche Notre-Dame du Sablon eine Messe für Europa. In seiner Predigt hob S. E. Bischof Czesław Kozon, der COMECE-Delegierte von der Skandinavischen Bischofskonferenz, die Bedeutung von „Versöhnung als einen immerwährenden Prozess, der nie aus unserer Blickweite geraten sollte " hervor. Diese Herausforderung betonte er insbesondere in Anbetracht der derzeitigen weltpolitischen Lage, die durch mangelndes Vertrauen in die multilaterale Zusammenarbeit und die Erosion des Völkerrechts charakterisiert ist.

 

Die EU-Bischöfe bedankten sich auch bei S. E. Erzbischof Paolo Rudelli für seine wertvolle Zusammenarbeit und seinen Beitrag in den letzten Jahren. Aufgrund seiner jüngsten Ernennung zum Apostolischen Nuntius nahm er in seiner Funktion als ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls beim Europarat an seiner letzten Vollversammlung der COMECE teil.

 

Presse

Text der Predigt

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