Saturday 23. January 2021
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Webnews, 01/12/2020

 

COMECE nimmt am High-Level Treffen der EU-Religionsführer teil

 

S. Em. Jean-Claude Kard. Hollerich SJ und S. E. Mgr. Youssef Soueif - Präsident der COMECE bzw. COMECE-Delegierter der Maroniten in Zypern - nahmen am Freitag, den 27. November 2020, am 15. jährlichen Treffen Religionsführer der EU. Sie diskutierten über das Thema „Europäische Lebensweise" zusammen mit den für den Dialog nach Artikel 17 verantwortlichen Vizepräsidenten der Europäischen Kommission und des Parlaments, Margaritis Schinas und Roberta Metsola.

 

 

Die COMECE-Delegation betonte die Notwendigkeit, im Geiste der Solidarität für eine menschenzentrierte Politik zusammenzuarbeiten, die eine faire und schnelle Erholung von Covid-19 garantiert und die niemanden zurücklässt. In diesem Zusammenhang betonten die religiösen Führer ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der aktuellen Pandemie, insbesondere im Hinblick auf das Zelebrieren kommender religiöser Feierlichkeiten.

 

Das Treffen war auch eine Gelegenheit, über die bevorstehende Konferenz über die Zukunft Europas zu diskutieren, die als wichtige Chance angesehen wird, das europäische Projekt zu überdenken und verbessern. Im Rahmen des offenen, transparenten und regelmäßigen Dialog zwischen der EU und den Kirchen (wie vom Artikel 17 AEUV vorgesehen) brachten die religiösen Führer ihren Willen zum Ausdruck, sich an diesem Prozess zu beteiligen und damit ihren konstruktiven Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.

 

S. Em. Jean-Claude Kard. Hollerich SJ, Präsident der COMECE, hob die Notwendigkeit hervor, "nicht nur innerhalb der EU, sondern auch weltweit für das Gemeinwohl zusammenzuarbeiten und dabei die Würde jedes Menschen zu schützen, insbesondere der Schwächsten und Bedürftigsten".

 

Laut dem COMECE-Präsidenten könnte dieses globale Engagement durch eine aktive Friedens- und Entwicklungspolitik in der Nachbarschaft Europas und darüber hinaus in weiten der Welt umgesetzt werden. "Es sollte ein Muss sein, Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer zu retten. Ansonsten- fügte Kard. Hollerich hinzu – würde die EU im Mittelmeer seine Seele verlieren".

 

In Bezug auf den interreligiösen Dialog und im Zusammenhang mit der jüngsten Welle von Terroranschlägen auf europäischem Boden erklärte der Präsident der EU-Bischöfe: "Wenn jemand meiner muslimischen Schwester oder meinem jüdischen Bruder weh tut, dann tut er mir weh. Wir stehen in voller Solidarität zusammen und werden nicht zulassen, dass jemand uns spalten kann. Nein zum Hass, nein zum Fanatismus".

 

Das High-Level Treffen zwischen der EU und den Religionsvertretern ist ein konsolidiertes Instrument zur Umsetzung von Artikel 17 AEUV, der einen offenen, transparenten und regelmäßigen Dialog der EU mit Kirchen und religiösen Vereinigungen vorsieht.

 

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Alessandro Di Maio

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