Montag 23. April 2018
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Webnews, 12/04/2018

 

COMECE nimmt Stellung zum Thema  „Fake News”

 

In Übereinstimmung mit der jüngsten Verurteilung von Fake News als Instrument zur Isolation, Spaltung und Ablehnung von Menschen und so letztlich zur Verhinderung von Dialog durch Papst Franziskus, nahm COMECE an einer öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission teil: Ziel war die Entwicklung einer effektiven Strategie zur Identifikation von Fake News und zur Bekämpfung allgemeiner Online-Desinformationkampangen.

 

 

 

„Die Verbreitung solcher Nachrichten kann gezielt erfolgen, um politische Entscheidungen zu beeinflussen oder Vorteile für wirtschaftliche Einnahmen zu erlangen. […] Man riskiert, sich zum unfreiwilligen Verbreiter parteiischer Meinungen zu machen, die jeder Grundlage entbehren” und einen konstruktiven Dialog behindern. – so der Papst zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel 2018.

 

COMECE schlug vor, die nächste EU-Strategie gegen Fake News auf zwei Grundpfeilern aufzubauen: Achtung der Grundrechte und Stärkung von Bildung wie Medienkompetenz.

 

Maßnahmen gegen Fake News dürfen das Recht auf Meinungs- und Ausdrucksfreiheit sowie das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit nicht gefährden. COMECE lehnt daher Lösungen ab, die sich negativ auf die Wahrnehmung der Grundrechte auswirken könnten: Der Kampf gegen Fake News sollte die Vielfalt, die für ein gesundes Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft notwendig ist, nicht einschränken, sondern fördern.

 

Nach COMECE könnten zu weit gefasste Definitionen von Fake News dazu führen, dass Behörden einen gefährlich hohen Einfluss auf den Informationsfluss haben, was sie dazu ermächtigt, die öffentliche Meinung / Debatte zu steuern.

 

Die Bildung der Bürgerinnen und Bürger ist von entscheidender Bedeutung; dabei ist insbesondere Bildung zur Mediennutzung unerlässlich: Kinder als erwachsene Bürger / Leser / Nutzer von morgen verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit. Entsprechende Bildung sollte kulturelle Fragen mit einschließen, die Bürger für Vielfalt sensibilisieren und ihnen helfen, einen kritischen Geist zu entwickeln – insgesamt also eine Kultur des Dialogs und der Offenheit für verschiedene Ideen fördern.

 

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Alessandro Di Maio

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