Friday 24. September 2021
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Press Release, 16/12/2020

 

Die COMECE-Arbeitsgruppe für Migration bewertet das Migrations- und Asylpaket

 

Im Hinblick auf den Welttag der Migranten ruft die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, die Menschenwürde und das Gemeinwohl in den Mittelpunkt der künftigen Verhandlungen über das kürzlich vorgeschlagene Migrations- und Asylpaket zu stellen. Die am Mittwoch, den 16 Dezember 2020 veröffentlichte Erklärung enthält politische Empfehlungen, die von der COMECE-Arbeitsgruppe für Migration und Asyl erarbeitet wurden.

 

 

Nach der Analyse des EU-Pakets, das von der Europäischen Kommission am 23. September 2020 vorgeschlagen wurde, äußert die COMECE-Arbeitsgruppe ihre Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen, um die schwierige, durch COVID-19 verschärfte Lage von Migranten und Flüchtlingen zu lindern.

 

Die COMECE erkennt die Bemühungen der Europäischen Kommission an, einen neuen und umfassenden Rahmen zu schaffen, der darauf abzielt, einen fairen und vorhersehbaren Mechanismus zur Steuerung der Migration hervorzubringen. Trotzdem fordert sie alle Akteure auf, einen einladenden Kontext sowie einen fairen und gerechten Umgang mit den Bedürftigen zu fördern.

 

Das COMECE-Dokument schlägt außerdem eine Reihe konkreter politischer Empfehlungen vor: einen mehrstufigen Solidaritätsmechanismus, auf Gegenseitigkeit und fairen Partnerschaften beruhende Außenbeziehungen und einen integrierten Schutz der Außengrenzen. Diese Vorschläge sollten die in der Menschenwürde verwurzelten Rechte von allen Personen und Familie schützen und fördern, die jedes Jahr in der EU ankommen.

 

Insbesondere im Kontext der aktuellen Covid-19-Pandemie, "die Armut, soziale Ausgrenzung und Stigmatisierung von Migranten, Asylbewerbern und Opfern des Menschenhandels verschärft, [...] sollte das Paket ein nachhaltiges und menschliches System der Solidarität und der geteilten Verantwortung schaffen, das die gegenseitigen Vorteile der Migration anerkennt und die Flüchtlingen schützt" - heißt es in der Erklärung.

 

Der Beitrag ist das Ergebnis mehrerer Online-Sitzungen der COMECE-Arbeitsgruppe und ihrer Experten, die auch an der öffentlichen Konsultation über die Zukunft der legalen Migration in der EU gearbeitet haben. Die Konsultation zielte darauf ab, spezifische Bereiche zur Verbesserung des EU-Rahmens für legale Migration zu identifizieren.

 

Bereits am 16. Oktober 2020 beteiligte sich die COMECE an der öffentlichen Konsultation zum Thema Integration und Inklusion und betonte dabei die Bedeutung von kirchlichen Organisationen im Integrationsprozess und die Notwendigkeit, dass diese Organisationen anerkannt und in die zukünftige Finanzierung einbezogen werden.

 

Medien

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Photo: © 2016 Catholic News Service


 

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