Tuesday 28. January 2020
Aktuelle Pressemeldungen
Webnews, 06/01/2020

 

Die COMECE fordert die EU auf, zur Stabilität in Burkina Faso beizutragen

 

 

Jüngsten Statistiken zufolge wurden seit Anfang 2019 insgesamt 238 bewaffnete Angriffe in Burkina Faso gemeldet, die das afrikanische Land zum Epizentrum der Sicherheitskrise in der Sahelzone gemacht haben. Die COMECE fordert die EU auf, die Behörden des Landes sowie die Kirchen und Religionsgemeinschaften zu unterstützen, um gewalttätige Auseinandersetzungen und Konflikte zu verhindern und gegenseitigen Respekt zu verstärken.

 

 

Etwa ein Drittel des Landes ist in Kämpfe zwischen mehreren nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen verwickelt und wird für humanitäre Helfer unzugänglich. Über 1000 Menschen, vor allem und besonders Zivilisten, wurden seit Anfang 2019 Opfer der andauernden Gewalt.

 

Die Situation erscheint auch für die lokalen christlichen Gemeinschaften äußerst gefährlich. Sie werden nach Angaben verschiedener NGOs und Medien oft von radikal islamistischen Aktivisten angegriffen, die bewusst auf Kirchen und Gläubige zielen.

 

Bereits im Juli 2019 forderte der Bischof von Dori S. E. Laurent Birfuoré Dabiré ein Waffenverkaufsverbot an dschihadistische Gruppen und ein Ende der externen Unterstützung für Dschihadisten, die Christen ermorden. "Wenn die Welt weiterhin nichts unternimmt“, sagte er, „werden diese Handlungen zum Verschwinden der christlichen Gemeinschaft in dieser Region und vielleicht mittelfristig im ganzen Land führen".

 

Während des Interkonferenzen-Workshops zur Sicherheit in der Sahel-Region, der vom 12. bis 13. November 2019 in Ouagadougou stattfand, betonten katholische Bischöfe und Delegierte der Bischofskonferenzen der Region, dass unter anderem „Armut, Unwissenheit, schlechte Regierungsführung, Korruption, Radikalisierung und religiöse Intoleranz wie auch die Ausbeutung natürlicher Ressourcen" die Sahel-Krise verschärfen. Sie riefen daher die internationale Staatengemeinschaft zum umgehenden Handeln auf.

 

Am Donnerstag, den 19. Dezember 2019, verabschiedete das Europäische Parlament eine Entschließung, in der es jede Form von Gewalt gegen sowie Einschüchterung und Entführung von Zivilpersonen, die sich gegen Sicherheitsdienste, religiöse Stätten und Gottesdienstbesucher in Burkina Faso richtet, und insbesondere die Gewalt gegen bestimmte Religionsgemeinschaften sowie die politische Instrumentalisierung und den Missbrauch der Religion als Rechtfertigung der Verfolgung von Christen und anderen religiösen Minderheiten aufs Schärfste verurteilt".

 

In diesem Zusammenhang fordert die COMECE die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, Burkina Faso und die lokalen Behörden bei der Bekämpfung der grundlegenden Ursachen der anhaltenden Gewalt zu unterstützen, die Täter von Terroranschläge strafrechtlich zu verfolgen und die Gesellschaft und ihren Institutionen in Burkina-Faso, einschließlich Kirchen und Religionsgemeinschaften, zu helfen, um gewalttätige Auseinandersetzungen und Konflikte zu verhindern und gegenseitigen Respekt zu fördern.

 

Photo: Anne Mimault/Reuters via CNS

Pressekontakt:

Alessandro Di Maio

Communications Officer E-mail Kontakt Tel.: +32 (0) 2 235 05 15
Contact us
19, Square de Meeûs
B-1050 Bruxelles
T + 32(0)2 235 05 10
Display:
http://www.comece.eu/