Donnerstag 14. Dezember 2017
2016
COMECE Press 28/10/2016

 

Die Not der Armen in Europa

 

119 Millionen Europäer sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Dies entspricht fast einem Viertel der europäischen Bevölkerung. Darüber haben die Bischöfe der COMECE während ihrer Plenarversammlung vom 26.-28. Oktober in Brüssel gesprochen.

 

Während einem sehr intensiven Treffen haben sich die Bischöfe, die die katholische Kirche in den 28 Mitgliedsstaaten vertreten, mit Caritas Europa, der kirchlichen Organisation für humanitäre Hilfe; mit Vertretern lokaler Behörden und mit der Europäischen Kommission ausgetauscht. Insbesondere haben sie die Bereitschaft der Europäischen Kommission wahrgenommen, den Dialog mit der Kirche zu vertiefen.

 

Am Ende ihrer Beratungen haben die Bischöfe der COMECE eine gemeinsames Positionspapier mit konkreten Vorschlägen vorgelegt, bei der die Achtung der Menschenwürde im Mittelpunkt der politischen Maßnahmen zur Armutsbekämpfung steht.

 

Die Bischöfe haben zudem fünf katholische Einrichtungen in Brüssel besucht, die mit Armen zusammenarbeiten (Poverello, la Viale Europe, die Nativitas-Stiftung, die Gemeinschaft der Arche, die Gemeinschaft von Emmaus). Sie verbrachten einen Abend mit Freiwilligen und den von ihnen aufgenommenen Personen, um ihre Sorgen zu hören und um mit ihnen ihre Hoffnungen und ihre Freuden zu teilen.

 

"Es ist eine Verpflichtung der Kirche, die Armen einzubeziehen", erinnerte Kardinal Marx, Präsident der COMECE. „Das europäische Projekt war das große Versprechen der Teilhabe aller, dass jeder seinen Platz in einer Gemeinschaft in Frieden und Wohlstand haben wird. Dieser Weg muss noch beschritten werden, aber dieses Versprechen bleibt das Hauptziel des europäischen Projekts."

 

In ihrer Beurteilung der negativen Wahrnehmung der EU, die die Bürger zahlreicher Mitgliedsländer an der Wahlurne zum Ausdruck gebracht hatten, erinnerten die Bischöfe der COMECE daran, dass die EU-Institutionen den Menschen in Europa, insbesondere den schutzbedürftigen Bürgern, dienen sollte. Jean-Claude Hollerich, der Erzbischof von Luxemburg, stellte fest: „Europa muss wieder eine Gemeinschaft der Solidarität verkörpern, damit das europäische Projekt weitergeführt werden kann." Für Mgr. Jean-Pierre Grallet, den Erzbischof von Straßburg, verfügt die Kirche über ein geschwisterliches Solidaritätskapital, das es mit Europa zu teilen gilt».

 

Zum Thema Migration und Einwanderung in die EU erneuern die Bischöfe der COMECE den Appell zu einer umfassenden und von allen Mitgliedsstaaten mit getragenen Regelung des europäischen Asylrechts (Dublin-IV).

 

Fotos der Treffen mit Einrichtungen für Armen

 

Fotos der Plenarversammlung

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