Donnerstag 13. Dezember 2018
2017
Webnews, 30/05/2017

 

Migration: die tieferen Ursachen und deren Bewältigung

 

Erzbischof François-Xavier Maroy Rusengo von Bukavu (DR Kongo) diskutierte mit Vertretern der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments über die tieferen Ursachen der Migration in Zentral- und Ostafrika sowie über Möglichkeiten für deren Bewältigung.

 

 

Die Mittagsdebatte, die von der COMECE zusammen mit dem Kolping-Netzwerk für Geflüchtete, missio Aachen und der Bertelsmann Stiftung organisiert wurde, hatte zum Ziel, für die tieferen Ursachen der Migration zu sensibilisieren, sowie nach möglichen Wegen zu deren Bewätigung zu suchen, um zur Verbesserung der Zukunftsperspektive der Jugend in Afrika beizutragen.

 

Vor einem großen, aufmerksamen und engagierten Publikum betonte Erzbischof Maroy-Rusengo die Notwendigkeit, die etwa 3,7 Millionen Binnenflüchtlinge in seinem Land nicht als Zahlen, sondern als Menschen zu betrachten.

 

Der Erzbischof identifizierte drei Hauptursachen, die junge Menschen aus ihren Heimatregionen verteiben würden: die Ausbeutung von "Konfliktmineralien", die Gewalt anheizen, die politische Sackgasse im Land sowie die regionale Instabilität.

 

Mgr. Rusengo-Maroy betonte, dass die katholische Kirche im Kongo den politischen Prozess eng begleitet. Sie sensibilisiert und engagiert sich in konkreten Projekten zur Linderung des Leidens der Bevölkerung. Ein besonderes Anliegen der Kirche ist es, die Jugend mit menschenwürdigen Zukunftsperspektiven zu versorgen und eine neue Führung für die Gesellschaft und das Land zu erziehen. In diesem Zusammenhang sollte die EU den lokalen Akteuren mehr Ressourcen widmen, und dies auf eine effizientere Weise tun.

 

Herr Stefano Signore (DG DEVCO), Vertreter der Europäischen Kommission, verwies auf die jüngsten und geplanten EU-Initiativen zur Schaffung von Arbeitsplätzen für junge Menschen in Afrika. MdEP Michael Gahler betonte die Notwendigkeit eines neuen europäischen Konzepts, um die tieferen Ursachen der Migration zu bewältigen, welches eher auf einem projektbasierten Ansatz mit zuverlässigen Partnern basieren könnte.

 

Rund um die Veranstaltung erforschten die Teilnehmer zwei Lkw-Ausstellungen, die von Kolping und Missio Aachen organisiert wurden, um das Bewusstsein für die tieferen Ursachen der Migration zu wecken und die Bedeutung von Integrationsmaßnahmen zu betonen, welche zur sozialen Akzeptanz von Migranten und Flüchtlingen in der Europäischen Union beitragen. 

 

Medien:

Lesen Sie die vollständige Rede von Erzbischof Maroy Rusengo (FR)

Laden Sie das Programm der Mittagsdebatte herunter (EN)

Schauen Sie sich ein kurzes Video von der Rede von Erzbischof Maroy Rusengo an (FR)

Schauen Sie sich das Video-Interview mit Erzbischof Maroy Rusengo an (FR)

Hören Sie sich das Interview des Erzbischofs Maroy Rusengo mit dem Radio Vatikan an (FR)

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Alessandro Di Maio

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