Saturday 8. August 2020
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Webnews, 17/07/2020

 

Ein nachhaltiger ethischer Diskurs muss die Diskussionen über die Regulierung der KI begleiten  

   

In ihrem Beitrag zur "Konsultation zum Weißbuch über künstliche Intelligenz - Ein europäischer Ansatz" fordert die COMECE die EU-Institutionen auf, einen menschenzentrierten Ansatz zur künstlichen Intelligenz (KI) zu verfolgen, um das Gemeinwohl zu fördern und dem Leben aller Menschen,sowohl in seiner persönlichen als auch in seiner  gemeinschaftlichen Dimension ,zu dienen.

 

 

Der Beitrag der COMECE, der am 14. Juni 2020 veröffentlicht wurde, begrüßt die allgemeine Absicht des Weißbuchs, einen soliden europäischen Ansatz zur Künstlichen Intelligenz (KI) zu etablieren, der auf der Menschenwürde und dem Schutz der Privatsphäre basiert. Er hebt hervor, dass "Daten" und "Algorithmen" die Hauptantriebskräfte der Künstlichen Intelligenz sind, während der Mensch die Ziele, die ein KI-System erreichen soll, bestimmt und überblickt.

 

Wie bereits im Beitrag der COMECE zur EP-Konsultation über Robotik vom April 2017 hervorgehoben wurde, drückt die COMECE ihre Verblüffung über die mögliche Schaffung einer neuen speziellen EU-Agentur aus, da "die derzeitigen Schlüsselstrukturen der EU eine ausreichende Unterstützung für die Bewältigung der Herausforderungen der KI und der Robotik gewährleisten".

 

Sollte sich die EU für die Einrichtung eines EU-Koordinierungsgremiums für KI entscheiden, stimmt die COMECE mit der im Weißbuch gemachten Aussage überein, dass die "...Governance-Struktur eine maximale Beteiligung der Interessengruppen garantieren sollte", einschließlich der Kirchen, die gemäß Artikel 17 AEUV einen besonderen Status als Partner der EU-Institutionen haben und in diesem Zusammenhang ausdrücklich erwähnt werden sollten.

 

In ihrem Beitrag unterstreicht die COMECE die Notwendigkeit, einen nachhaltigen sozialethischen Diskurs zu etablieren, der die politische Diskussion über die Regulierung der KI begleitet. Die EU sollte Instrumente und Mechanismen für einen solchen breiten interdisziplinären Diskurs in die bestehenden Strukturen und Programme der EU einbauen - so effektiv und konkret wie möglich, z.B. durch das neue Forschungsprogramm Horizon Europa oder den zu überarbeiteten Koordinierten Plan zur AI.

 

Das COMECE-Dokument enthält auch detaillierte Vorschläge in Bezug auf Bereiche wie Grundrechte (Haftung, Sicherheit, Algorithmen, Kinder, Schutz personenbezogener Daten), KI und Nachhaltigkeit, Bekämpfung der Geldwäsche sowie KI und Cybersicherheit.

 

Im Februar 2019 veröffentlichte die COMECE das Reflexionspapier "Robotisation of Life: Ethik im Hinblick auf neue Herausforderungen". Im Februar 2020 nahm die COMECE an dem internationalen Workshop "Der 'gute' Algorithmus? Künstliche Intelligenz, Ethik, Recht, Gesundheit" teil, der anlässlich der 26. Generalversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben im Vatikan stattfand. Bei dieser Gelegenheit unterzeichnete S.E. Mgr. Vincenzo Paglia, Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, das Dokument "Rome Call for an AI Ethics", das eine ethische Herangehensweise an die künstliche Intelligenz und die Förderung des Verantwortungsbewusstseins von Organisationen, Regierungen und Institutionen unterstützt, um sicherzustellen, dass digitale Innovation und technologischer Fortschritt dem menschlichen Geist und der Kreativität dienen.

 

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