Sunday 28. November 2021
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Webnews, 24/11/2021

 

ELSiA-Workshop zur Ökospiritualität in Taizé


Vom 12. bis 14. November traf sich die «Europäische Laudato Si Allianz» (ELSiA) in Taizé, Frankreich, zu einem Workshop zum Thema Ökospiritualität. ELSiA, bestehend aus 6 katholischen Institutionen und Organisationen, setzt sich auf nationaler und EU-Ebene für ökologische Gerechtigkeit und Umweltbewusstsein ein. Der Workshop in Taizé bot den ELSiA-Organisationen die Gelegenheit, über die Verbindung von Ökologie und Spiritualität und die Bedeutung der Integration eines Umweltbewusstseins in ihre Arbeit nachzudenken und zu diskutieren.

 

 

 

Die sanften Hügel von Burgund bildeten die Kulisse für diese Diskussionen, bei denen die Teilnehmer zunächst Professor Michael Rosenberger (Universität Linz) hörten, der eine herausfordernde Reflexion über die Klimakrise präsentierte. Für Professor Rosenberger ist die aktuelle Krise auch eine "Krise der Hoffnung" (T. Robinson 2020).

 

Er forderte christliche Organisationen auf, sich der Rolle bewusst zu werden, die sie spielen müssen, um Menschen zu inspirieren und den Reichtum ihrer eigenen Tradition zu nutzen, einen Reichtum, der schon seit vielen Jahren von säkularen Organisationen übernommen und genutzt wird. Von besonderer Bedeutung war die Reflexion über die Spiritualität der Nüchternheit (und der Genügsamkeit) und die Notwendigkeit, Hoffnung zu nähren: "Hoffen heißt, etwas geschehen zu lassen, wenn unsere eigenen Möglichkeiten an ihre Grenzen stoßen.» 

 

Am folgenden Tag gab es Beiträge von Bruder Alois, Prior von Taizé, Martin Grüger und Edmond Grace SJ über das Leben von Menschen in der christlichen Tradition, die in ihrer Spiritualität Respekt und Liebe zur Natur verkörperten. Hildegard von Bingen, Ignatius von Loyola und Fr. Roger, der Gründer von Taizé, wurden als Beispiele für eine nachhaltige und ökologische Spiritualität angeführt.

 

Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, über ihre eigenen Hoffnungen und Ängste nachzudenken, sich mit den theologischen und philosophischen Aspekten der Klimakrise auseinanderzusetzen, von Dr. Ottilia Lukacsz etwas über ökologische Hermeneutik zu lernen und mit P. Eric Charmetant SJ tiefer in die katholische Soziallehre und Spiritualität in Laudato Si' einzutauchen. Schließlich hörten sie von der Autorin und Journalistin Christine Kristoff-Lardet, die ihre eigenen Recherchen und Erkundungen von Orten der Ökospiritualität in Frankreich und Europa vorstellte und die vielen kreativen Ansätze aufzeigte, die darauf abzielen, mit der Natur zusammenzuarbeiten, anstatt sie zu beherrschen.

Der Workshop endete mit der Möglichkeit, sich darüber auszutauschen, was die TeilnehmerInnen aus den Diskussionen mitnehmen wollen, und es wurde ein gemeinsamer Brief verfasst, der an ihre Netzwerke verschickt werden soll. Das Wochenende erinnerte die Teilnehmer an die Dringlichkeit der Klimakrise, was angesichts der COP26 in Glasgow, die am Samstag, den 13. November zu Ende ging, besonders wichtig ist.

 

Zwei Brüder aus Taizé kehrten von der Konferenz zurück und schilderten ihre Gedanken zu dem Ereignis. Letztendlich waren sich alle einig, dass wir trotz der katastrophalen Situation nicht in Verzweiflung verfallen dürfen. Es geht darum, die Hoffnung nicht aufzugeben, auch wenn wir nicht wissen, ob es uns gelingen wird, die Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 zu erreichen.

 

Wir sind weiterhin fest entschlossen, Laudato Si' zu leben, da dies der einzige Weg ist, diese Ziele zu erreichen. Um weiterhin auf den "Schrei der Erde und den Schrei der Armen" zu reagieren, hat sich die Gruppe darauf geeinigt, sich auch in Zukunft mit dem Paradigma der integralen Ökologie zu beschäftigen und es in unserem persönlichen und beruflichen Leben umzusetzen, mit einem erneuerten Bewusstsein für die Macht und den Einfluss der Öko-Spiritualität, die unsere Hoffnung stützt und unser Handeln anregt. 

 

Die Europäische Laudato Si'-Allianz wurde 2019 gegründet und besteht aus Caritas Europa, CIDSE, COMECE, JESC, Justice and Peace Europe und der Laudato Si'-Bewegung. Sie will die vorhandenen Kapazitäten ihrer Mitglieder im Hinblick auf die von Papst Franziskus vorgeschlagene "integrale Ökologie" und eine "ökologische Umkehr" bündeln und koordinieren und beabsichtigt, ökologische Gerechtigkeit und die Soziallehre der Kirche als gemeinsames und koordiniertes Engagement der katholischen Allianzen zu fördern.

Pressekontakt:

Alessandro Di Maio

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