Montag 10. Dezember 2018
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Press Release, 03/12/2018

 

Erklärung des Präsidenten der COMECE zum UN-Migrationspakt

 

„Du sollst den Fremden, der sich bei dir aufhält, als einen Einheimischen unter dir behandeln, und du wirst ihn wie dich selbst lieben, denn du warst ein Fremder im Lande Ägypten. Ich bin der Herr, dein Gott“ (3. Mose 19,34).

 

 

Nach Papst Franziskus bekräftigt die katholische Kirche in Europa „unsere gemeinsame Verantwortung, Migranten und Flüchtlinge in unseren Gesellschaften willkommen zu heißen, zu schützen, zu fördern und zu integrieren“. Sie sind nicht nur Zahlen oder Trends, sondern „vor allem Personen, die Gesichter, Namen und individuelle Geschichten haben“ und verdienen es, gemäß der ihnen eigenen Menschenwürde  und ihrer Grundrechten behandelt zu werden.

 

In diesem Zusammenhang müssen die Grundsätze der Zentralität der menschlichen Person und ihrer tatsächlichen Bedürfnisse sowie des Gemeinwohls die Innen- und Außenpolitik der EU und ihrer Mitgliedstaaten auch in Migrationsfragen bestimmen. Während sich der UN-Pakt für Migration und Flüchtlinge in der Endphase seiner Annahme befindet, fordern wir, wie Papst Franziskus sagte, auch die nationalen politischen Behörden dazu auf, „die Verantwortung für die gemeinsame globale Steuerung der internationalen Migration im Lichte der Werte der Gerechtigkeit, der Solidarität und des Mitgefühls zu übernehmen“.

 

Am 11. Dezember soll in Marrakesch der UN Migration Pakt unterzeichnet werden. Er ist das Ergebnis umfangreicher Verhandlungen und erkennt eine gemeinsame Verantwortung von Behörden und Gesellschaften in Austritts-, Transit- und Ankunftsländern an, um die Migration zum Nutzen aller beteiligten Menschen und Gemeinschaften zu gestalten und zu regulieren. Ziel ist die Gewährleistung von Sicherheit und Schutz für Migranten wie auch für die aufnehmenden  Gesellschaften, indem legale Migrationswege gefördert werden, die Menschenhandel, tödliche Reisen, Zerstörung der Familie und Gewalt verhindern.

 

In Anbetracht der Ermahnungen des Heiligen Stuhls in dieser Angelegenheit fordert die COMECE die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auf, diesen UN Migrations Pakt zu einer Errungensschaft für das gemeinsame Wohl der Mitmenschlichkeit zu machen.

 

 

+ Jean-Claude Hollerich S.J.

Erzbischof von Luxemburg

Präsident der COMECE

 

 

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Photo: Erdem Sahin (EPA-EFE)

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