Montag 10. Dezember 2018
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Webnews, 30/11/2018

 

Konferenz „Die Zukunft der Arbeit gestalten“

Für eine menschenwürdige, nachhaltige und mitbestimmte Arbeitswelt

 

Im Rahmen einer interreligiösen Konferenz im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) stellte Bischof Antoine Hérouard am Dienstag offiziell die Reflexion zur Zukunft der Arbeit vor. Bei der Dialogveranstaltung, die die COMECE gemeinsam mit der ILO, dem EWSA und ihren glaubensbasierten Partnerorganisationen ausrichtete, betonte der Präsident der COMECE-Sozialkommission die Notwendigkeit zur Gestaltung des digitalen und ökologischen Wandels, damit beide tiefgreifenden Veränderungen allen Mitgliedern der Gesellschaft zu Gute kommen.

 

 

 

Das Dokument ist das Ergebnis eines einjährigen Konsultations- und Dialogprozesses mit Vertretern der europäischen Institutionen und der  katholischen Organisationen. Die Reflexion schlägt 17 politische Empfehlungen vor, mit denen sich die COMECE-Sozialkommission für die Stärkung internationaler Arbeitsnormen und der europaweiten Unterstützung sozialwirtschaftlicher Unternehmen einsetzt. Zugleich fordert sie die EU zu deutlichen Fortschritten in der Förderung der Steuergerechtigkeit auf und ermutigt die europäischen Institutionen, die Sorgen und Interessen derjenigen Arbeitnehmer in den Blick zu nehmen, die im besonderen Maße vom digitalen und ökologischen Wandel in der Arbeitswelt betroffen sind.

 

Auf dem Podium mit Vertretern der verschiedenen Religionen identifizierte Bischof Hérouard die Herausforderungen des Wandels in der Arbeitswelt. Er forderte die EU wie auch ihre Mitgliedstaaten auf, den ökologischen und digitalen Übergang als Chance zu nutzen und beide Veränderungen hin zu einer europäischen Vision einer menschenwürdigen, nachhaltigen und mitbestimmen Arbeitswelt zu gestalten.

 

In seinen einleitenden Worten zur Konferenz hob Erzbischof Jean-Claude Hollerich SJ, Präsident der COMECE, die Rolle der Arbeit als sinnstiftende Tätigkeit hervor, die uns als Gemeinschaft hilft, die Schöpfung zu bewahren und im Sinne des Gemeinwohls zu gestalten. „Die Religionen sind aufgerufen, Europa daran zu erinnern, dass unsere Gesellschaft sich aus Menschen zusammensetzt und nicht aus Statistiken”, betonte er in seiner Eröffnungsrede.

 

COMECE veranstaltete die Konferenz gemeinsam mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) und ihren glaubensbasierten Partnerorganisationen, um gemeinsam und im Dialog der Religionen zur ILO-Jubiläumsinitiative zur Zukunft der Arbeit beizutragen.

 

An der Veranstaltung nahmen mehr als 200 Personen des christlichen, jüdischen und muslimischen Glaubens aus ganz Europa teil. Auf den verschiedenen Podien sprachen u.a. Mairead McGuinness, Erste Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Luca Jahier, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, Heinz Koller, ILO-Regionaldirektor für Europa und Zentralasien sowie die Europaabgeordneten Claude Rolin (EVP) und Patrizia Toia (S&D).

 

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