Wednesday 26. January 2022
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Pressemitteilung, 14/12/2022

 

Gemeinsamer Appell der Präsidenten von COMECE und CEC 

Europäische Kirchen fordern die Menschen auf, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen

 

Angesichts der anhaltenden COVID-19-Pandemie mahnen  S.Em. Kard. Jean-Claude Hollerich SJ, Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE), und Pfr. Christian Krieger, Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), und haben den folgenden gemeinsamen Aufruf veröffentlicht.

 

 

Lassen Sie uns in dieser Adventszeit die Liebe Christi offenbar werden, indem wir Verantwortung und Fürsorge füreinander zeigen. Da die COVID-19-Pandemie auch im zweiten Jahr anhält, rufen die europäischen Kirchen alle dazu auf, die notwendigen Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich impfen zu lassen.

 

Den Berichten zufolge nehmen die COVID-19-Infektionen in Europa weiter zu, während Ärzte und Sanitäter erschöpft sind und die Krankenhäuser kurz vor dem Zusammenbruch stehen.

 

Die unterschiedlichen Impfquoten in Europa geben deutliche Hinweise auf die Gründe für diese dramatische Situation. In mehreren Mitgliedstaaten der Europäischen Union liegt die Durchimpfungsrate leider immer noch weit unter der notwendigen Schwelle – obwohl Impfstoffe zur Verfügung stehen -  um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

 

Nach Anhörung von Experten aus Wissenschaft und Medizin sind wir der Meinung, dass die Impfung derzeit das wirksamste Mittel ist, um die Pandemie einzudämmen und Menschenleben zu retten. Die Impfung bietet nicht nur uns selbst, sondern auch unseren Brüdern und Schwestern, insbesondere den schwächeren unter uns, Schutz. Sie ist ein Akt der Liebe und Fürsorge, aber auch der Verantwortung und der sozialen Gerechtigkeit. 

 

Wir sind uns bewusst, dass die Entscheidung, sich impfen zu lassen, nicht einfach ist und dass es Gründe für ein Zögern geben kann. Manche können sich aufgrund einer schweren Erkrankung nicht impfen lassen. Andere haben vielleicht Angst oder zweifeln an der Wirkung der Impfung. Wir ermutigen sie, ihre Bedenken zu klären und eine gut informierte Entscheidung zu treffen, nachdem sie sich von den zuständigen Behörden und Experten beraten lassen haben.

 

Bedauerlicherweise müssen wir auch feststellen, dass in unseren Gesellschaften falsche Informationen und unbegründete Behauptungen in Bezug auf die Impfung verbreitet werden. Sie instrumentalisieren die Pandemie, indem sie Angst und Polarisierung in einer Zeit schüren, in der unsere Gesellschaften Zusammenhalt, Einheit und Solidarität brauchen.

 

Wir appellieren nachdrücklich an alle, die in der Gesellschaft Verantwortung tragen, einschließlich der politischen und medialen Akteure sowie der Mitglieder unserer Kirchen, allen Versuchen der Desinformation entgegenzuwirken.

 

Wir rufen alle gesellschaftlichen Akteure auf, das Bewusstsein aller zu schärfen und sie zu ermutigen, verantwortungsvolle Maßnahmen zu ergreifen, um sich selbst und andere zu schützen, insbesondere diejenigen, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht geimpft werden können.

 

Wir möchten auch unseren Appell an die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten wiederholen, ihre Zusagen zur gemeinsamen Nutzung von Impfstoffen einzuhalten und die weltweiten Anstrengungen zu verstärken, um einen gerechten Zugang zu COVID-19-Impfstoffen für alle zu gewährleisten, auch in Regionen mit schwächeren Gesundheitssystemen.   

 

Während wir uns auf das Weihnachtsfest vorbereiten, sollten wir uns daran erinnern:

Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN, ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott!" (Jesaja 40,3). Gott sandte seinen Sohn auf die Erde, um seine Liebe und Fürsorge für uns zu zeigen. Diese gute Nachricht ist auch heute sehr aktuell. Geben wir ein lebendiges Zeugnis , zeigen wir Verantwortung und Fürsorge.

 

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Erklärung in verschiedenen Sprachen (EN, FR, DE, IT, SK)

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Alessandro Di Maio

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