Montag 10. Dezember 2018
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Webnews, 16/02/2018

 

Landwirtschaft zwischen technologischer Innovation und globaler Verantwortung

 

Anlässlich des elften Forums für die künftige Entwicklung ländlicher Gegenden, hat die COMECE ein hochrangig besetztes Expertenforum in Berlin organisiert, um zu ermitteln, wie die katholische Kirche Landwirte in Zeiten fundamentaler Veränderungen in ihrer Arbeit und Lebensumständen unterstützen und begleiten kann.

 

Farmer and laptop

 

Landwirte und ländliche Gegenden stehen aufgrund hoher Erwartungen unter Druck. Sie werden dazu aufgefordert, sichere und hochwertige Nahrungsmittel zu erschwinglichen Preisen herzustellen, genauso wie Rohstoffe für erneuerbare Energien, um neue Räume zur Erholung und zum Schutz der Umwelt und der Biodiversität zu schaffen.

 

Weg vom klassischen Mann, “der das Land bearbeitet”, werden Landwirte immer mehr zu Unternehmern, die hoch komplexe Technologie zum Melken von Kühen verwenden (z.B. Melk-Roboter), Saat überwachen (z.B. mit Drohnen), Produkte an globale Märkte ausliefern und die Nutzung betrieblicher Mittel (z.B. Dünger) und den effektiven Einsatz erhaltener Subventionen dokumentieren.

 

Während der Veranstaltungen unterstrichen die Teilnehmer, wie der starke Druck Landwirte dazu bringt, ihre Betriebe angesichts fehlender Erneuerung über mehrere Generationen hinweg aufzugeben. Es ist eine Blutung ohne einfaches Gegenmittel, da es an Wissen fehlt, wie Landwirte in ihrem Kampf um ein Gleichgewicht zwischen Vorgaben und Erwartungen, technologischem Fortschritt und der Verantwortung für “die Erde, unser gemeinsames Haus” unterstützt werden können.

 

In seiner Enzyklika “Laudato Si” hat Papst Franziskus globale Richtlinien für diesen Kampf ausgearbeitet, aber diese müssen nun auf lokaler und regionaler Ebene, angepasst an lokale Möglichkeiten und kulturelle Besonderheiten, genutzt und umgesetzt werden.

 

Diesen Prozess zu verstehen und zu begleiten – nicht nur in ländlichen Gegenden – wird in den kommenden Jahren eine der Schlüsselherausforderungen der katholischen Kirche werden. Die COMECE wird diese weiterhin mitverfolgen und nach konkreten Lösungen suchen, im Dialog mit EU-Institutionen sowie in Kooperationen mit im Sinne des Allgemeinwohles arbeitenden sozialen Akteuren.

 

Die Veranstaltung in Berlin wurde in Zusammenarbeit mit der deutschen katholischen Landvolkbewegung (KLB), der deutschen Bischofskonferenz (DBK) und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) organisiert. 

Pressekontakt:

Alessandro Di Maio

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