Saturday 25. September 2021
Aktuelle Pressemeldungen
Pressemitteilung, 17/06/2021

 

Matić-Bericht: COMECE ruft Europaabgeordnete auf, sich der Bedeutung und Komplexität des Themas bewusst zu sein und verantwortungsbewusst abzustimmen

 

Das Sekretariat der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) hat am Donnerstag, den 17. Juni 2021, ein Positionspapier zum "Matić-Bericht" veröffentlicht, bevor dieser in der kommenden Woche in der Plenarsitzung des EU-Parlaments endgültig vorgelegt wird. Die katholische Kirche unterstreicht die Bedeutung des Schutzes der Gesundheit und der Rechte von Frauen  und ruft alle Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf, die Sensibilität und Komplexität des Themas zu berücksichtigen, das "eine rechtmäßige und ethische Abwägung aller beteiligten Rechte erfordert".

 

 

Im Hinblick auf die Schlussabstimmung über den Resolutionsentwurf zur "Situation der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte in der EU im Rahmen der Gesundheit von Frauen", der als 'Matić-Bericht' bezeichnet wird, veröffentlicht das Sekretariat der COMECE ein Positionspapier, das die Bedeutung hervorhebt, die die katholische Kirche der menschlichen Gesundheit als "wesentliche Grundlage für ein Leben in Würde" beimisst.

 

In dem Dokument begrüßt das Sekretariat der COMECE "das grundsätzliche Anliegen des Berichts, die Gesundheit und die Rechte von Frauen zu schützen", äußert aber gleichzeitig Einwände gegen mehrere Darstellungen und Argumente im Resolutionsentwurf.

 

In Verletzung des Subsidiaritätsprinzips missachtet der Resolutionsentwurf die Verantwortung der Mitgliedstaaten für die Festlegung ihrer Gesundheitspolitik und die Organisation und Bereitstellung von Gesundheitsdiensten und medizinischer Versorgung. "Dies gilt auch und gerade in hochsensiblen Bereichen wie den von den Mitgliedstaaten erlassenen Regelungen zu den Bedingungen  eines Schwangerschaftsabbruchs" - heißt es in der Stellungnahme.

 

Das COMECE-Positionspapier stellt mit Bedauern fest, dass "der Resolutionsentwurf durchgehend von einer einseitigen Sichtweise geprägt ist, insbesondere in der Frage des Schwangerschaftsabbruchs, die die Lebenssituationen der Betroffenen und ihre entsprechenden Menschenrechte nicht voll berücksichtigt".

 

Laut dem Sekretariat der COMECE negiert der Matić-Bericht auch "das Grundrecht auf Verweigerung einer medizinischen Behandlung aus Gewissensgründen, das eine Ausprägung der Gewissensfreiheit ist, wie sie in Artikel 10.1 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union festgeschrieben ist".

 

Die katholische Kirche unterstreicht die Wichtigkeit des Schutzes der Gesundheit und der Rechte von Frauen und fordert alle Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf, die Sensibilität und Komplexität dieses Themas zu berücksichtigen,  "was eine rechtmäßige und ethische Abwägung aller beteiligten Rechte erfordert".

 

Download

Positionspapier: EN

Pressemitteilung: ENFRIT - ES

Pressekontakt:

Alessandro Di Maio

Communications Officer E-mail Kontakt Tel.: +32 (0) 2 235 05 15
Contact us
19, Square de Meeûs
B-1050 Bruxelles
T + 32(0)2 235 05 10
Display:
http://www.comece.eu/