Tuesday 14. July 2020
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Webnews, 25/03/2020

 

Neue Technologien, "Rom fordert eine Ethik der künstlichen Intelligenz"

 

"Das Ausmaß und die Beschleunigung der Transformationen des digitalen Zeitalters haben in der Tat unvorhergesehene Probleme und Situationen aufgeworfen, die unser individuelles und kollektives Ethos herausfordern", erklärte Papst Franziskus in seiner Botschaft an die Teilnehmer des internationalen Workshops “The ‘good’ algorithm? Artificial Intelligence, Ethics, Law, Health”.

 

 

Der Workshop wurde am 26. und 28. Februar 2020 im Vatikan anlässlich der 26. Generalversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben organisiert und daran nahm auch die COMECE teil. Papst Franziskus betonte die "Notwendigkeit einer erneuten Reflexion über Rechte und Pflichten in diesem Bereich".

 

Während der Konferenz hatten die Mitglieder der Päpstlichen Akademie für das Leben die Gelegenheit, sich über die Auswirkungen der neuen auf künstlicher Intelligenz basierenden Technologien auszutauschen, um das Thema aus ethischen, medizinischen und juristischen Blickwinkeln zu analysieren.

 

Sie betonten die Notwendigkeit, die künstliche Intelligenz auf der Grundlage eines menschenzentrierten Ansatzes zu regulieren, der die Grundrechte respektiert und sicherstellt, dass die Technologie dem Mensch dient und nicht das Gegenteil geschieht.

 

Die COMECE nahm an der Veranstaltung teil und präsentierte ihre jüngsten Beiträge zur Diskussion über künstliche Intelligenz: Robotisation of Life: Ethics in view of new challenges” und “Technology at the service of peace” .  Die COMECE bekräftigte die Wichtigkeit, eine EU-Politik so zu gestalten, dass die Zentralität des Menschen gewährleistet ist.

 

"Die ethischen Probleme, die sich aus der Art und Weise ergeben, wie [die neuen Technologien der künstlichen Intelligenz] die Geburt und das Schicksal der Menschen regeln können, erfordern einen neuen Einsatz, um den menschlichen Charakter unserer gemeinsamen Geschichte aufrechtzuerhalten", unterstrich Papst Franziskus. Er sprach sich auch für eine ernsthafte Reflexion aus, die einen Dialog zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen fördert und einen unerlässlichen Beitrag  für die Auseinandersetzung mit diesen komplexen Phänomenen leistet.

 

Am Ende der Konferenz unterzeichneten Vertreter internationaler High-Tech-Unternehmen und S. E. Mgr. Vincenzo Paglia, Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, das Dokument "Roms Aufruf zur KI-Ethik". Das Dokument listet eine Reihe von Prinzipien auf, welche die "Algor-Ethik" fördern, und spricht den Willen zur Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz auf nationaler und internationaler Ebene aus, um die Technologien in den Dienst des Schutzes des Planeten und aller  Menschen zu stellen.

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Alessandro Di Maio

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