Dienstag 21. November 2017
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Webnews, 31/10/2017

 

 

Rohstoffgewinnung in Lateinamerika in der Debatte bei COMECE  

 

In Zusammenarbeit mit Pax Christi International und CIDSE organisierte die COMECE eine Podiumsdiskussion über die Herausforderungen der Rohstoffgewinnung in Lateinamerika. Basisakteure und politische Entscheidungsträger tauschten sich auf verschiedenen Ebenen über Herausforderungen und Perspektiven aus.

 

 

An der Podiumsdiskussion der COMECE nahmen unter anderem Mikeas Sánchez Gomez, Vertreterin der indigenen Zoque-Gemeinschaft aus Chiapas (Mexiko), Martha Ines Romero, Pax Christi Koordinator für Lateinamerika und die Karibik, Stefan Reinhold für CIDSE und Tove Sövndahl Gant vom Europäischen Auswärtigen Dienst teil.

 

Basierend auf ihren Erfahrungen betonten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die jüngste Intensivierung der Rohstoffgewinnung größtenteils transnationaler Unternehmen und ihre Auswirkungen auf Lebensgrundlagen, Ökosysteme und Menschenrechte der lokalen Gemeinschaften in Lateinamerika.  

 

Während der Debatte wurden mehrere politische Empfehlungen ausgesprochen. Die EU wurde ermutigt, ihre politischen Instrumente - von Diplomatie und Menschenrechten über Entwicklungs- und Handelspolitik - in vollem Umfang zu nutzen, um Druck auf die lokalen Regierungen auszuüben, damit diese:

 

  • sich an die Rechtsstaatlichkeit und die Grundrechte halten,
  • Rechtsvorschriften zum Umweltschutz erlassen,
  • den Aufbau von Kapazitäten lokaler Interessensgruppen und Regierungen im Prinzip der auf Kenntnis der Sachlage gegründeten vorherigen Zustimmung (Free Prior and Informed Consent, FPIC) und Entscheidungsfindungsprozessen im Vorfeld und
  • wirksame Rechtsbehelfe für Opfer von Menschenrechtsverletzungen entwickeln.

 

Die Podiumsdiskussion findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem die EU an den Verhandlungen über einen verbindlichen Vertrag der Vereinten Nationen über Wirtschaft und Menschenrechte teilnimmt, der - einmal verabschiedet - zu einem bedeutenden Instrument zur Unternehmenshaftung auf internationaler Ebene werden könnte.  

 

In seiner Enzyklika Laudato Si hat Papst Franziskus eine wichtige Anregung für kurz- und mittelfristige Reformen in dieser Hinsicht formuliert. Er nannte "Geschäft eine edle Berufung, die darauf ausgerichtet ist, Reichtum zu produzieren und unsere Welt zu verbessern", (...) "wenn diversifizierte und innovative Produktionsformen, die sich weniger auf die Umwelt auswirken" entwickelt werden, um eine langfristige Perspektive für Recht, Gerechtigkeit, und Nachhaltigkeit zu schaffen.

 

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Programm der Veranstaltung

Video zur indigenen Zoque-Community

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