Die ersten sechs Sommeruniversitäten in den Jahren 1999-2004 wurden von der COMECE hinsichtlich des Programms und der Finanzierung in eigener Verantwortung veranstaltetet. Sie richtete sich in erster Linie an junge MitarbeiterInnen der Bischofskonferenzen in Europa, innerhalb und außerhalb des EU-Raums. Nach drei Veranstaltungen in den 'alten Mitgliedsstaaten' und drei in den damals noch 'zukünftigen Mitgliedsstaaten' beschloss das Generalsekretariat, diese Initiative wegen des hohen Aufwands zu beenden.
Die neue Sommeruniversität, diesmal als Gemeinschaftsprojekt der COMECE, der Diözese Graz-Seckau (Österreich) und der Karl-Franzens Universität in Graz, wendet sich an Studenten aller Fakultäten und Studienrichtungen, unabhängig welcher Glaubensrichtung sie angehören. Als formale Kriteria gelten ein akademisches Denkniveau, ein bereits abgeschlossener erster Studienabschnitt (Bakkalaureat) und die Beherrschung der englischen Sprache.
Der Gedanke dahinter ist relativ einfach und stringent: anders als die bisherige Sommeruniversität, die sich wesentlich an das 'forum internum' gewandt hatte, ist diese Sommeruniversität als ein Forum gedacht, auf dem Studenten die Begegnung mit Kirche und Glauben - im Besonderen im Hinblick auf ihr Engagement im Bereich der (europaorientierten) Gesellschaftspolitik - ermöglicht werden soll. Außerdem will die Sommeruniversität durch konkrete Begegnung und gemeinsames Arbeiten, Essen, Diskutieren und Feiern das notwendige Gespräch zwischen jungen Menschen aus den 'alten' und den 'neuen' Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (und den anderen Ländern Europas) fördern. Schließlich soll auch Europa, soll die Europäische Union selbst unter verschiedenen Gesichtspunkten Thema dieser Initiative sein.