Monday 21. April 2014
2012

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Bischöfe der Europäischen Union : Aufruf zur Einheit

COMECE Herbstvollversammlung 2012

 

„Wir sind zu unserem Glück vereint“. In seiner Eröffnungsrede anlässlich der diesjährigen Herbstvollversammlung vom 21. – 23. November in Brüssel erinnerte Reinhard Kardinal Marx, der Präsident der COMECE und Erzbischof von München und Freising an diesen Satz aus der Berliner Erklärung von 2007.



In seiner Rede zu aktuellen Herausforderungen für die Europäische Union und dem Beitrag der Christen rief er dazu auf, das europäische Projekt neu zu (er-)finden. Er sagte: „Wir Europäer sind im Frieden vereint, um nach Glück und Wohlstand für uns und die ganze Welt zu streben. Diese Formel nicht nur zu behaupten, sondern auch die Menschen in Europa dafür einzunehmen und einen neuen Aufbruch zu wagen – darauf wird es meiner Ansicht nach in den kommenden Jahren ankommen.“

 

Im Blick auf die gegenwärtige Krise sind sich die Bischöfe der COMECE bewusst, dass die heute in zahlreichen Staaten der Eurozone in Gang gesetzten Reformen dazu dienen, die Rolle Europas auch im 21. Jahrhundert zu bewahren. Jedoch sollen die Opfer, die der Bevölkerung durch diese Reformen zugemutet werden, nicht gegen den Grundsatz der sozialen Gerechtigkeit verstoßen. Die Bischöfe appellieren an ihre Mitbürger, in der Krise geeint und solidarisch zu bleiben.

 

Um die Notwendigkeit dieser Solidarität zu unterstreichen, möchten die Bischöfe ein Signal konkreter europäischer Solidarität mit Menschen in den von der Krise besonders betoffenen Ländern setzen. In den kommenden Monaten soll deshalb gemeinsam mit dem katholischen Netzwerk Caritas Europa über eine Stärkung der innereuropäischen Solidarität der Kirche nachgedacht werden.

 

Um die gegenseitige Verbundenheit auch geistlich stärker zu bekunden, wurde der Grazer Bischof Egon Kapellari von seinen Mitbrüdern in der COMECE gebeten, Ideen für eine europäische Gebetsinitiative  zu entwickeln, an der sich die Christen und religiösen Gemeinschaften aller Länder beteiligen können.

 

Um bei allen nationalen und kulturellen Unterschieden die Gemeinsamkeit auch in der eigenen Arbeit zu stärken, haben sich die von den Bischofskonferenzen in der EU delegierten Bischöfe der COMECE weiterhin darauf verständigt, durch ihre Beratungen und Zusammenarbeit das Bewusstsein der Zugehörigkeit zu der einen Kirche in Europa zu stärken : Die Ecclesia in Europa, von der Johannes Paul II. sprach. Anlässlich des zehnten Jahrestags der Veröffentlichung seines gleichlautenden apostolischen Schreibens wird die COMECE 2013 eine Veranstaltungsreihe organisieren.

 

Die Vollversammlung war ebenfalls der Beratung interner Reformen gewidmet. Durch eine erneuerte und wirksamere Arbeitsweise möchte die COMECE auf die neue Situation reagieren, die sich durch die Krise ergeben hat, und den europäischen Einigungsprozess durch eine sozialethische Reflexion besser begleiten.

 

Während ihrer Vollversammlung haben die Bischöfe der COMECE einen neuen Generalsekretär für ein dreijähriges Mandat ernannt. Patrick H. Daly , Priester der Diözese Birmingham, wird sein Amt im Januar 2013 antreten. Bei dieser Gelegenheit wird ein Empfang[1] zur Verabschiedung des alten und zur Einführung des neuen Generalsekretärs organisiert. Die Bischöfe haben Monsignore Piotr Mazurkiewicz für seine Arbeit in den zurückliegenden vier Jahren gedankt. Ad interim wird die Leitung des Sekretariats durch den österreichischen Diakon Michael Kuhn wahrgenommen.

 

Lebenslauf von Patrick H. Daly


[1] Eine Pressekonferenz wird zu dieser Angelegenheit im Januar organisiert, um den neuen Generalsekretär vorzustellen.

 

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