
Die Katholische Kirche hat ein außerordentliches Interesse an Fragen der Gleichheit, Gleichbehandlung und Nicht-Diskriminierung. Aufgrund ihrer überaus langen Erfahrung hat sie einen Beitrag zur Entwicklung einer Gesetzgebung, die eine gerechte und faire Behandlung unter den Menschen fördert, zu leisten. Ausgehend von ihrer Soziallehre möchte sich die Kirche mit den EU-Institutionen darin engagieren, den Prozess einer EU-Nicht-Diskriminierungs-Gesetzgebung durch die Entwicklung eines konzeptionell gut fundierten rechtlichen Denkansatzes anzureichern und zu unterstützen. Um dabei mitzuwirken, hat COMECE ein Arbeitsdokument mit dem Titel „Developing fair non-discrimination EU legislation” erstellt, das zu der anhaltenden Debatte beitragen soll.
2009 hat das Sekretariat ein Expertentreffen organisiert, das sich mit dem Nicht-Diskriminierungsgrundsatz im Kontext der EU-Gesetzgebung und –Politik auseinandersetzte. Das wesentliche Ziel dieses Treffens war es, über den Grundsatz der Nicht-Diskriminierung in der EU-Gesetzgebung zu reflektieren und die Früchte und Herausforderungen der einschlägigen Gesetzgebung zu identifizieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Hervorhebung des Einsatzes der Kirche für den Schutz der Menschenwürde.