Mittwoch 17. September 2014
Kinderschutz

Inhalt:

EU-Kompetenz

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Mit der Ratifikation des Lissabon-Vertrags hat die EU-Tätigkeit im Bereich der Kinderrechte neuen Schub bekommen, da der Vertrag die EU erstmals explizit mit einer Kompetenz zum Schutz der Kinderrechte ausstattet. Entsprechend dem Vertrag der Europäischen Union (Artikel 3) soll die Union die Kinderrechte fördern, welche Teil der Grundrechte sind, die die EU und die Mitgliedsstaaten zu respektieren verpflichtet sind.

Die Vision der Kirche

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In der Familie als einer Gemeinschaft von Personen muss dem Kind ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, in tiefem Gespür für seine personale Würde, in großer Achtung und selbstlosem Dienst für seine Rechte. Das gilt für jedes Kind, gewinnt aber eine besondere Dringlichkeit, wenn das Kind noch klein und hilflos ist, krank, leidend oder behindert. (Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris Consortio , 26).

Beitrag der COMECE

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Das COMECE Sekretariat hat immer mit großer Aufmerksamkeit die EU-Maßnahmen, die auf den Schutz der Kinderrechte gerichtet waren, verfolgt und unterstützte zahlreiche Initiativen, die zu diesem Zweck unternommen wurden. Das Sekretariat hat dafür in öffentlichen Verhandlungen, Konferenzen, Seminaren und Anhörungen teilgenommen. In ihren Beiträgen hat COMECE immer betont, dass im Hinblick auf die Kinderrechte ein ganzheitlicher Ansatz gewählt werden müsse. Das COMECE Sekretariat hat auch die familiäre Dimension der Kinderrechte hervorgehoben. Es zeigte auf, dass die Kinderrechte nicht losgelöst von den Bedürfnissen eines Kindes betrachtet werden können. Insofern ist es notwendig, sich sowohl auf die Verletzung der Kinderrechte als auch auf andere Aspekte des Kindseins zu konzentrieren. Jedes Kind wird als ein Individuum geboren und muss eine Person werden, die emotional und intellektuell geformt ist. Dieser Prozess gestaltet sich aufgrund der zahlreichen Beziehungen, die ein jeder mit anderen innerhalb der Familie, der örtlichen Gemeinschaft, der Schule und in der Gesellschaft als ganzen aufbaut. Gleichwohl neigen Politiker manchmal dazu, das Kind von seiner Familie loszulösen und erkennen nicht bzw. anerkennen nicht in Gänze die herausragende Bedeutung Familie, insbesondere in der Rolle der Eltern.

 

Hinsichtlich des Vorschlags für eine Strategie der Europäischen Union zur Unterstützung von Ehe und Familie bestärkte das COMECE Sekretariat die EU-Institutionen dabei, Anstrengungen zu unternehmen, um das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung und die Herausforderung einer guten Elternschaft zu fördern. Die Freiheit der Eltern zu respektieren und ihnen jede mögliche und erforderliche Unterstützung zugute kommen zu lassen, ist aus diesem Grund ein überaus wichtiges politisches Ziel, zu dem die Europäische Union auch durch Informationskampagnen und Erfahrungsaustausch beitragen sollte. Darüber hinaus regte COMECE die Sammlung von Daten und die Veröffentlichung eines Berichts über spezifische Risiken für Kinder an, wie etwa solche im Zusammenhang mit der unkritischen Benutzung  moderner Technologie (gewalttätige Computerspiele, Internet, Handys), mit dem Kontakt mit Drogen und Alkohol, ungesunder Ernährung. Politiker auf EU-Ebene sind sich durchaus dieser Gefahren bewusst und haben mehrere Maßnahmen im Kampf gegen diese unternommen. Allerdings werden oftmals die Bedeutung und die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder nicht in ausreichendem Maße anerkannt. COMECE regte auch die Durchführung von Studien und den Rückgriff auf bereits bestehende Expertise in Bezug auf häusliche Gewalt an, um dieses Phänomen besser zu verstehen und Strategien zu beraten, wie häusliche Gewalt bekämpft werden kann.

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