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„Die deutsch-französische Freundschaft hat Europa eine positive Dynamik gegeben“
Mit diesem Worten würdigt Reinhard Kardinal Marx, Präsident der COMECE, den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags.
„Der Elysée-Vertrag hat den Grundstein gelegt für die deutsch-französische Versöhnung und Freundschaft. Viele Begegnungen sind daraus entstanden, von der Ministerebene bis hin zur Zivilgesellschaft. Wir dürfen nicht vergessen, dass Versöhnung immer mit einer persönlichen Begegnung beginnt. Das lernen wir von Adenauer und De Gaulle. Bei solchen Begegnungen fallen Vorurteile und auf einmal werden mutige politische Schritte möglich. Also müssen wir solche Begegnung fördern, nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch in den Schulen und in der Zivilgesellschaft beider Länder. Denn Versöhnung ist nie ein für allemal gesichert: Sie muss von jeder Generation neu belebt und persönlich erfahren werden. In diesem Kontext ist es besonders bedenklich zu sehen, wie sehr die Kenntnis der Nachbarsprache sowohl in Deutschland als auch Frankreich zurückgeht.
Obwohl und gerade weil die Katholische Kirche in den 50er Jahren engagierter Akteur in der deutsch-französischen Versöhnung war, müssen wir das deutsch-französische Engagement in der Kirche heute verstärken. Beispielsweise können der gegenseitige Austausch und Partnerschaften zwischen Diözesen und Pfarreien aktiviert werden. Denn Begegnungen machen unsere deutsch-französische Freundschaft lebendig und inspirierend für andere Völker in Europa.“
Hinweis: In einer gemeinsamen Erklärung haben am 18. Januar die Vorsitzenden der Französischen und der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal André Vingt-Trois und Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags gewürdigt.
Text auf Deutsch und Französisch.
Paderborn-Le Mans: eine der ältesten europäischen Städtepartnerschaften, die seit nahezu zwölf Jahrhunderten besteht. Siehe Europeinfos Artikel in der Ausgabe 155-Dezember 2012