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„Wir wollen uns für die Zukunft unserer Kirche weiter von der bedeutenden Theologie Benedikt XVI. inspirieren lassen.“
Zum angekündigten Rücktritt des Heiligen Vaters Benedikt XVI. erklärt der Präsident der COMECE, Kardinal Reinhard Marx:
„Heute hat Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt zum 28. Februar bekannt gegeben. Diese Entscheidung erfüllt mich als Präsident der COMECE mit großem Respekt, aber auch mit großem Bedauern. Benedikt XVI. hat die Weltkirche acht Jahre lang mit größtem Einsatz geführt und mit seiner klaren Theologie entscheidend geprägt. Sein theologisches Denken, das immer Glaube und Vernunft, Kirche und Politik zusammen gedacht hat, hat seine großen theologischen und philosophischen Grundsatzreden in der Westminster-Hall in London, im Deutschen Bundestag oder auch in Washington geprägt und bestimmt.
Seine große Sorge galt dabei der Gefahr, dass Europa seine christlichen Wurzeln vergessen und damit schließlich seine Seele verlieren könnte. Denn Europa und der Westen insgesamt sind ohne den Beitrag des Christentums nicht denkbar. Dieser Beitrag kann nicht nur darin bestehen, Entwicklungen in unseren Gesellschaften zu kritisieren und die Zukunft in düsteren Farben zu zeichnen. Das muss durchaus immer wieder unsere prophetische Aufgabe sein. Aber mehr noch geht es darum, die universale Botschaft des Evangeliums, die eine Botschaft der Hoffnung ist, in die konkrete europäische Situation hinein zu verkünden.
Wir sind voll des Dankes für sein segensreiches Wirken als Oberhaupt der katholischen Kirche, und wir blicken zugleich auf die vielen wertvollen Begegnungen mit ihm während seines Pontifikats zurück. Wir wollen uns für die Zukunft unserer Kirche weiter von der bedeutenden Theologie Benedikt XVI. inspirieren lassen. Im Gebet sind wir Bischöfe der COMECE bei ihm. Wir bleiben mit ihm auch über den Rücktritt hinaus geistlich verbunden.“