Thursday 28. October 2021
2005
COMECE Press 23.09.2005

 

Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) & Katholische Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten (USCCB)

 

Bischöfe aus Europa und den Vereinigten Staaten treffen sich zur Förderung von Partnerschaft

 

Bei ihrem ersten Treffen dieser Art kamen Bischöfe der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) und der Katholischen Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten (USCCB) zusammen, um im Zusammenhang mit der transatlantischer Beziehung über einige der großen Probleme der Welt nachzudenken. Das Treffen fand vom 21.-23. September 2005 in Brüssel statt.

 

“Wir sind hier, um ein besseres Verständnis zwischen den USA und Europa zu fördern”, sagte Kardinal McCarrick, Erzbischof von Washington D.C., im Zusammenhang mit dem Ziel dieses neuartigen Ereignisses. Vertreter der Katholischen Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten (USCCB) und der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) trafen sich, um eine Reihe von Themen zu besprechen, darunter: die Grundlage von Frieden im Balkan und im Heiligen Land; die Herausforderung der globalen Sicherheit; die Förderung von Entwicklung in Afrika; die Notwendigkeit von interreligiösem Dialog mit dem Islam; die Notlage von Migranten und Flüchtlingen sowie die Rolle von Religion im öffentlichen Leben.

 

Die Bischöfe waren sich einig, daß Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA entscheidend ist, wenn Frieden und Gerechtigkeit über Konflikte und Verzweiflung in der Welt triumphieren sollen. Mit diesem Ziel sprachen sie sich für weitergehende Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen COMECE und USCCB aus, zum Gemeinwohl aller Völker.

 

In den zehn Jahren seit die Neue Transatlantische Agenda 1995 in Madrid unterzeichnet wurde, war die Welt neuen und schwierigen Herausforderungen ausgesetzt. Antworten auf diese Herausforderungen erfordern eine starke und produktive Partnerschaft zwischen der EU und den USA. Dieses Treffen bot die Möglichkeit für die Bischöfe beider Seiten des Atlantiks, auf der Basis der kirchlichen Erfahrung in der Gesellschaft und der Katholischen Soziallehre einen konstruktiven Beitrag zum transatlantischen Dialog zu leisten, zu einem Zeitpunkt, in dem die EU und die USA in eine neue Phase ihrer sich entwickelnden Beziehung eintreten.

 

Die versammelten Bischöfe bestätigten ihre Unterstützung für die Millennium Development Erklärung und erneuerten ihre Hoffnung, daß die Vereinten Nationen die notwendigen Reformen vornehmen, damit die Probleme der Ärmsten und der am meisten ausgegrenzten Menschen in der Welt gelöst werden können. Sie forderten ein neues Momentum, um die Leiden des afrikanischen Kontinents zu beheben, indem sie sich dafür einsetzten, die Möglichkeiten der Zusammenarbeit für die Agenda der G7/8 zu explorieren, insbesondere in der Ausrichtung auf Afrika.

 

Angestellt wurden auch Überlegungen zur Situation im Balkan nach den katastrophalen Kriegen der 90-er Jahre. Während sie die anhalten ethnischen Spannungen, den ungelösten Status des Kosovo und die schwierigen Situation in Bosnien-Herzegovina betonten, entschlossen sich die europäischen und amerikanischen Bischöfe, nach gemeinsamen Wegen zu suchen, um Frieden und Versöhnung in dieser Region zu fördern, zusammen mit der kontinuierlichen Unterstützung der Kirche und christlicher Gemeinschaften in der Region.

 

Während die Bischöfe den kürzlichen Fortschritt im Friedensprozess des Mittleren Osten begrüßten, bestärkten sie ihre unerschütterliche Solidarität mit der Kirche im Heiligen Land. Die Anstrengungen, einen dauerhaften und belastbaren Frieden zu schaffen, müssten in dieser kritischen Zeit verstärkt werden, wobei die Unterstützung und Intervention von EU und USA entscheidend ist für eine endgültige Lösung der Situation.

 

Die Bischöfe sprachen auch über Fragen der Rolle von Religion im öffentlichen Leben, über die Beziehung zwischen Christentum und Islam. Sie betonten, daß Religionsfreiheit und interreligiöser Dialog wesentlich sind für die Sicherung von Frieden in der Welt. In dem Bewusstsein der Unterscheidung zwischen dem Zeitlichen und dem Geistlichen, bekannten sich die Bischöfe zu den jeweiligen angemessenen Rollen von Kirche und Staat in der Gesellschaft. Religion kann nicht auf die Privatsphäre beschränkt werden, da es eine öffentliche Dimension hat. Religion spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Laien darin zu unterstützen, ihre Berufung zu erfüllen, eine verantwortliche Rolle im öffentlichen Leben zu spielen.

 

Zu einer Zeit, in der der Golf von Mexiko von einem weiteren Hurrikan getroffen wird, sagen die europäischen Bischöfe ihren Gästen ihr Gebet und ihre Unterstützung zu für die amerikanischen Menschen, die Opfer dieser Naturkatastrophen geworden sind.

 

Folgende Bischöfe nahmen an dem Treffen teil:

 

USCCB - Bischöfe

Kardinal Theodore McCarrick, (Erzbischof von Washington), Bischof Nicholas DiMarzio (Bischof von Brooklyn), Bischof William Murphy (Bischof von Rockville Centre, New York), Erzbischof John Myers (Erzbischof von Newark), und Bischof John Ricard (Bischof von Pensacola-Tallahassee und Vorsitzender des Ausschusses für Internationale Politik).

 

COMECE - Bischöfe

Bischof Josef Homeyer (Bischof Em. von Hildesheim und Präsident der COMECE), Erzbischof Hippolyte Simon (Erzbischof von Clermont und Vizepräsident der COMECE), Bischof Adrianus van Luyn (Bischof von Rotterdam und Vizepräsident der COMECE), Erzbischof Fernand Franck (Erzbischof von Luxemburg), Bischof Piotr Jarecki (Weihbischof von Warschau), Bischof William Kenney (Weihbischof von Stockholm), Erzbischof Diarmuid Martin (Erzbischof von Dublin), Bischof Giuseppe Merisi (Weihbischof von Mailand), Bischof Peter Moran (Bischof von Aberdeen), und Bischof Leo Schwarz (Weihbischof von Trier und Präsident von Justitia et Pax in Europa).

 

COMECE ist eine Kommission der Katholischen Bischofskonferenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

 

Die USCCB ist die Katholische Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten. Es ist eine Versammlung der Bischöfe der Vereinigten Staaten von Amerika und den U.S. Virgin Islands.

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