Sunday 24. October 2021
2005
COMECE Press 25.02.2005

 

Bischöfe veröffentlichen Beitrag zur Erneuerung der Lissabon-Strategie der Europäischen Union

 

Im Blick auf den Frühjahrsgipfels des Europäischen Rates am 22./23 März hat das Exekutivkomitee der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) heute einen Beitrag zur Diskussion um die Erneuerung der Lissabon-Strategie der Europäischen Union vorgelegt.

 

In seinem Diskussionspapier unterstreicht das Exekutivkomitee die zentrale Bedeutung einer dynamischen und wettbewerbsfähigen europäischen Wirtschaft für den Erhalt des europäischen Sozialmodells. Der Erfolg der Lissabon-Strategie ist abhängig vom erfolgreichen Zusammenspiel sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Bestrebungen. Es sei deshalb nötig, das europäische Sozialmodell richtig einzuschätzen, es zu respektieren und nicht aufzugeben, damit es die wirtschaftlichen und umweltpolitischen Ziele Europas unterstützt und nachhaltig zugleich ist.

 

 

Das zweiteilige Papier beschreibt zunächst das europäische Sozialmodell aus der Sicht der katholischen Soziallehre. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei gelegt auf die umfassende Würde des Menschen und die Frage, nach welchen Prioritäten die Gesellschaft aufgebaut werden sollte, um eine menschliche Entwicklung mit Blick auf Familie, Erziehung, Beschäftigung, sozialem Schutz, Arbeitsleben und Umwelt zu ermöglichen.

 

Im zweiten Teil werden dann acht Bereiche identifiziert, die bei der Neuausrichtung der Lissabon-Strategie für das europäische Sozialmodell besonders wichtig sind. Dabei werden die Risiken einer Finanzierung des Sozialmodells auf dem Rücken der kommenden Generationen unterstrichen. Die Bischöfe erneuern sodann ihren Ruf nach einer europäischen Familienstrategie, um der Sorge um die Familien im Rahmen einer erneuerten Lissabon-Strategie hinreichend Nachdruck zu verleihen.

 

Das Diskussionspapier hebt die Bedeutung der Werte für Europa und insbesondere deren Weitergabe an die jüngere Generation hervor. Es fordert einen vertieften Dialog zwischen Wissenschaft und Forschung und Philosophie und Theologie, um gemeinsame Werte und Ziele zu bestimmen. Arbeitslosigkeit, die Vollendung des Binnenmarktes und soziale Dienste, die Harmonisierung der Bemessungsgrundlage für Unternehmenssteuern und Europas Verbrauch fossiler Brennstoffe sind weitere Themen des Diskussionspapiers.

 

Die Mitglieder des Exekutivkomitees sind :

  • Bischof Josef Homeyer, Bischof em. von Hildesheim, Deutschland (Präsident der COMECE);
  • Bischof Adrianus van Luyn SDB, Bishof von Rotterdam, Niederlande (Vizepräsident);
  • Erzbischof Hippolyte Simon, Erzbischof von Clermont, Frankreich (Vizepräsident);

COMECE ist die Kommission der katholischen Bischofskonferenzen der in der Europäischen Union.

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