Sunday 18. August 2019
2006
COMECE Press 05/05/2006

 

COMECE-Bischöfe ermutigen Politiker und Bürger, den Rahmen für eine gerechte Gesellschaft in Europa zu schaffen

 

Der Exekutivausschuss der COMECE hat heute eine Stellungnahme zum Europatag (9. Mai) veröffentlicht, in der die Bischöfe die Reflexion über die Zukunft Europas und die positiven Elemente in Plan D der Europäischen Kommission begrüßen. Sie rufen zu neuen Anstrengungen auf, um die Debatte über die Zukunft Europas zu beleben.

 

Während der COMECE-Exekutivausschuss die Initiativen zur Reflexion über die Zukunft der Europäischen Union begrüßt, unterstreicht er, dass die gegenwärtigen Vorschläge der Europäischen Kommission nicht ausreichen, um die Debatte über die Zukunft zu beleben – insbesondere angesichts der Gleichgültigkeit vieler Politiker und BürgerInnen gegenüber der Europäischen Union. Die Bischöfe rufen alle Verantwortlichen in den Mitgliedstaaten auf, sich mit neuer Energie den Problemen Europas zuzuwenden und einen tragfähigen Rahmen zu schaffen, um den Aufbau einer gerechteren Gesellschaft zu ermöglichen.

 

In der Stellungnahme führen die Bischöfe aus, dass die Europäische Union den Menschen und seine unantastbare Würde in das Zentrum ihrer Anstrengungen zum Aufbau einer gerechten Gesellschaft stellen muss. Weiter stellen sie die Notwendigkeit fest, dass dem christlichen Glauben und den ethischen Überzeugungen vieler Menschen in Europa – unter entsprechender Berücksichtigung anderer Überzeugungen – stärker Rechnung getragen werden muss.

 

Die Bischöfe weisen darauf hin, dass befristete Kommunikationskampagnen nicht ausreichen, um das Vertrauen und die Zuversicht der europäischen Bürger zur gewinnen. Daher ist es unerlässlich, das sich unsere Politiker auf den Aufbau von besseren, demokratischeren Strukturen konzentrieren. Die Reform der bestehenden europäischen Verträge könnte eine große Rolle bei der Bewältigung der großen Herausforderungen spielen, mit denen die EU insbesondere in der Wirtschafts- und der Außenpolitik konfrontiert wird. Die Bischöfe sind überzeugt, dass die notwendigen Reformen durch den Vertrag über eine Verfassung für Europa erreicht werden können. Die Debatte über die Zukunft Europas sollte sich deshalb auf den Verfassungsvertrag konzentrieren, um die Ratifizierung in allen Mitgliedstaaten zu ermöglichen und einen einheitlichen politischen und rechtlichen Rahmen für die Europäische Union zu schaffen.

 

Die Bischöfe heben hervor, dass die Kirche bereit ist, ihren besonderen Beitrag zum Aufbau einer gerechten Gesellschaft in Europa zu leisten. Allerdings sind die Bürger und insbesondere die Politiker für den Aufbau einer solchen Gesellschaft verantwortlich. Die Bischöfe ermutigen deshalb alle Bürger und Politiker, sich dieser Verantwortung zu stellen und mit neuer Kraft den Aufbau einer gerechten Gesellschaft in Europa weiter voranzutreiben.

 

-ENDE-

 

Die Mitglieder des Exekutivausschusses sind:

- Bischof Adrianus van Luyn SDB, Bischof von Rotterdam, Niederlande (Präsident der COMECE)
- Erzbischof Diarmuid Martin, Erzbischof von Dublin, Irland (Vizepräsident)

- Weihbischof Piotr Jarecki, Weihbischof von Warschau, Polen (Vizepräsident)

 

Die COMECE ist eine Kommission der Katholischen Bischofskonferenzen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die Bischofskonferenzen Bulgariens, Kroatiens und Rumäniens haben Beobachterstatus.

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