Wednesday 23. September 2020
2008
COMECE Press 06/10/2008

 

Veröffentlichung der COMECE-Publikation: „Wissenschaft & Ethik“

 

Das Sekretariat der COMECE gibt 16 Stellungnahmen ihrer Bioethik-Gruppe in einer englischen und einer französischen Fassung heraus. Das Ziel dieser Publikation ist es, Interesse an bioethischen Fragen zu wecken und ein Klima des offenen Dialogs zwischen Kirche, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern.

 

Im Laufe der letzten 12 Jahre hat die Bioethik-Gruppe des Sekretariats der COMECE 16 Stellungnahmen zu einer großen Bandbreite bioethischer Fragen erarbeitet. Die neuesten Stellungnahmen behandeln ethische Aspekte der Organspende, anthropologische und ethische Fragen der Herstellung von Mensch-Tier-Wesen, ethische Fragen der Nanomedizin und die Patentierbarkeit menschlicher Stammzellen. Auch ging es um Patientenverfügungen und Euthanasie, um Gentests, um biomedizinische Forschung in Entwicklungsländern, um Klonen, embryonale Stammzellen und Embryonenforschung.

 

Bioethische Fragen haben in den vergangen Jahren in verschiedenen EU-Politiken eine große Rolle gespielt: So führte beispielsweise die EU-Richtlinie über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen (Biopatentrichtlinie) zu der gegenwärtig vor dem Europäischen Patentamt anhängigen Frage, ob Zelllinien, die aus menschlichen embryonalen Stammzellen gewonnen werden, patentiert werden können. Die Frage nach der Förderung des Klonens und der Nutzung menschlicher embryonaler Stammzellen für die Forschung hat in den vergangenen Jahren im Hinblick auf die europäische Forschungsförderung mittels der EU-Forschungsrahmenprogramme regelmäßig zu Kontroversen geführt. Gegenwärtig arbeitet die Europäische Kommission an einem Richtlinienvorschlag zu Organspenden für Transplantationszwecke; auch hier stellen sich bioethische Fragen, besonders hinsichtlich der Freiwilligkeit der Spende und des Prinzips der Nichtkommerzialisierung des menschlichen Körpers und seiner Teile.

 

Angesichts der Bedeutung bioethischer Fragen für die EU-Politik, wurde die „Bioethik-Reflektionsgruppe“ 1996 von der COMECE eingesetzt, um bioethische Fragen im Hinblick auf ihre Implikationen für die Europäische Union und ihre Institutionen zu untersuchen; gleichzeitig dienen sie auch der Information für die COMECE-Bischöfe und ihre Bischofskonferenzen. Ihre Mitglieder sind Vertreter verschiedener Disziplinen, neben Theologie, Ethik und Philosophie Recht, Medizin und Pharmakologie.

 

Die Publikation kann in englisch oder französisch beim Sekretariat der COMECE bestellt werden.

Pressekontakt:

Alessandro Di Maio

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