Wednesday 20. October 2021
2008
COMECE Press 21/11/2008

 

Vertreter der Kirchen in Europa treffen mit französischer

EU-Ratspräsidentschaft zusammen

 

Im Rahmen der inzwischen regelmäßigen Treffen von Vertretern europäischer Kirchen mit den jeweiligen Ratspräsidentschaften der EU trafen Repräsentanten kirchlicher Organisationen in Europa (Der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft - COMECE und der Konferenz Europäischer Kirchen -KEK) und Frankreich heute mit dem französischen Staatssekretär für Europafragen Jean-Pierre Jouyet zusammen. Das Treffen fand im Außenministerium in Paris statt.

 

Das Gespräch knüpfte an institutionellen Fragen (die Zukunft der EU und der Lisabonner Vertrag) und die Finanzkrise an. In diesem Zusammenhang erneuerten die Kirchenvertreter gegenüber dem Staatssekretär ihren Wunsch, dass der Sonntag in den nationalen Gesetzgebungen sowie in der künftigen EU-Arbeitszeitrichtlinie besser geschützt werde. In unseren Gesellschaften und Wirtschaften, wo Effizienz zum wichtigsten Kriterium geworden sei, erlaube der arbeitsfreie Sonntag, den Menschen wieder in den Mittelpunkt zu stellen, indem er daran erinnert, dass der Mensch frei ist und nicht Sklave der Arbeit sein sollte.

 

Im Hinblick auf dem Europäischen Ratstreffen für Justiz und Inneres am 27. November hat die Delegation von Kirchenvertretern auch einige Probleme im Bezug auf die Neuansiedlung von Flüchtlingen und die Rückkehr-Politik in der Europäischen Union erwähnt. Die Delegation unterstrich die Notwendigkeit, eine wirklich gemeinsamen EU Asyl- und Migrationspolitik aufzubauen, welche die Menschenrechte der Flüchtlinge, der Asylbewerber und der Migranten bewahrt, und welche Integration als einen wechselseitigen Prozess betrachtet, an dem sowohl Migranten als auch die Gesellschaft des Aufnahmelandes beteiligt sind.

 

Dann sprachen COMECE und CEC, sowie die französischen Kirchenvertreter der französischen EU-Ratspräsidentschaft über ihre große Sorge hinsichtlich der Rechte verfolgter Minderheiten auf der ganzen Welt, insbesondere der christlichen Minderheiten. Sie riefen die Mitgliedstaaten und die europäischen Institutionen dazu auf, den Respekt vor dem Menschenrecht der Religionsfreiheit zu einem Eckpfeiler ihrer Außenpolitik zu machen.

 

Die Kirchevertreter erwähnten auch die dramatische Situation der Christen aus dem Irak, deren Verschwinden das Zeichen einer großen Ungerechtigkeit wäre. Das würde bedeuten, dass der Dialog der Kulturen unmöglich geworden sei und, dass ethnische und religiöse Zugehörigkeit die Universalität der Menschenrechte besiegt hätten.

 

Schließlich sprachen die Kirchenvertreter auch globale Herausforderungen wie den Klimawandel, Migration, die Beziehungen der EU mit Afrika an. Sie wiesen auf den spezifischen Beitrag hin, den Kirchen und Christen durch ihre Reflektion, ihr Beispiel und lokale Initiativen leisten können, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

 

Die Kirchen wurden vertretet durch:

 

- Mgr Antoine Hérouard, Generalsekretär der französischen Bischofskonferenz

- P. Arsenius Kardamakis, Ökumenisches Patriarchat

- Pastor Yves Parrend, Generalsekretär des Protestanten Bundes Frankreich

- S.E Christian Kratz, Weihbischof von Straßburg, COMECE Mitglied

- P. Piotr Mazurkiewicz, Generalsekretär der COMECE ;

- Rev. Rüdiger Noll, Direktor der « Kirche und Gesellschaft » Kommission und assoziierter Generalsekretär der KEK.

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Alessandro Di Maio

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