Wednesday 20. October 2021
2008
COMECE Press 17/12/2008

 

Der Sonntagsschutz wird nicht in die Europäische Arbeitszeitrichtlinie aufgenommen

 

„Der Sonntag als bevorzugter wöchentlicher Ruhetag wird in der künftigen Arbeitszeitrichtlinie nicht erwähnt, obwohl es das erklärte Ziel der Richtlinie ist, die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben zu gewährleisten“, erklärte Piotr Mazurkiewicz, Generalsekretär de COMECE. „Das ist inkohärent und eine verpasste Gelegenheit, wenn man weiß, wie sehr die europäischen Bürger heute ein soziales Europa erwarten, das die Arbeitnehmer und ihre Familien schützt. Wir danken allen, die sich für den Schutz der Sonntagsruhe engagiert haben“.

 

Die Europaabgeordneten Marie Panayotopoulos-Cassiotou, Thomas Mann und Hubert Pirker hatten zwei Änderungsanträge eingebracht, die darauf abzielten, den Sonntag als grundsätzlichen wöchentlichen Ruhetag in der Richtlinie zu verankern. Diese Anträge wurden von über 40 Abgeordneten aus allen politischen Richtungen unterzeichnet. Die Vertretungen der Kirchen sowie verschiedene Allianzen für den freien Sonntag und Gewerkschaften aus zahlreichen Mitgliedstaaten haben diese Initiative gleichfalls unterstützt.

 

Es ist bedauerlich, dass die Europaabgeordneten sich aus Verfahrengründen nicht zu diesen beiden Änderungsanträgen äußern konnten und so daran gehindert wurden, eine für die europäischen Bürger derart wesentliche Frage zu debattieren.

 

Angesichts des Engagements für den Sonntagsschutz anlässlich der Abstimmung über die Arbeitszeitrichtlinie ist nun wichtig, dass die Kirchen, Gewerkschaften und anderen Organisationen der Zivilgesellschaft in den Mitgliedstaaten mobilisiert bleiben und mit einer Stimme sprechen, wenn es darum geht, fundamentale soziale Rechte zu verteidigen.

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Alessandro Di Maio

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