Thursday 28. October 2021
2009
COMECE Press 20/11/2009

 

Zum Auftakt eines wichtigen Jahrzehnts für die EU :

Die Kirchen eröffnen einen « offenen, transparenten und regelmäßigen » Dialog mit der EU, um gemeinsam die Herausforderungen des XXI. Jahrhunderts zu meistern

 

Die vom 18. bis 20. November in Brüssel versammelten Bischöfe der COMECE haben Herman van Rompuy zu seiner gestrigen Ernennung zum ersten Präsidenten des Europäischen Rates sowie Frau Catherine Ashton zu ihrer Ernennung zur Hohen Vertreterin für die Außen- und Sicherheitspolitik gratuliert. Die Bischöfe hoffen, dass sich die beiden Persönlichkeiten für eine Europäische Union stark machen werden, die sich ihrer geschichtlichen Berufung für Frieden und Gerechtigkeit in der ganzen Welt bewusst und zur Verkörperung einer Gemeinschaft in Vielfalt entschlossen ist. Sie laden die beiden neuen Verantwortlichen ein, ihr politisches Handeln an der Spitze der EU auf der Sorge für das Gemeinwohl und der Achtung der Menschenwürde zu gründen.

 

 

Nach den Wahlen zum neuen Europäischen Parlament im Juni, der Bestellung einer neuen europäischen Exekutive und dem Inkrafttreten des Lissabonner Vertrags am 1. Dezember ist die Europäische Union endlich darauf vorbereitet, sich den Herausforderungen des nächsten Jahrzehnts zu stellen. Mehr denn je zuvor ist die COMECE darauf vorbereitet, die EU darin auf der Grundlage eines « offenen, transparenten und regelmäßigen » Dialogs zu begleiten, den die Institutionen der Union künftig mit den Kirchen auf der Grundlage des Vertragsartikels 17 führen werden.

 

 

Bischof Adrianus van Luyn, der Präsident der COMECE, zeigte sich über das Inkrafttreten des Lissabonner Vertrags erfreut. Durch diesen Artikel 17 erkennt die Union die Identität und den besonderen Beitrag der Kirchen an und führt auf dieser Grundlage einen Dialog mit ihr. Die COMECE ist in der Praxis des bislang schon so fruchtbaren Dialogs mit den EU-Institutionen bestärkt, der künftig weiter intensiviert werden kann.

 

Seit Jahren setzt sich die COMECE für das Grundrecht der Religionsfreiheit ein. In einer am 16. November angenommenen Entschließung hat der Ministerrat der EU die Absicht der Union bekräftigt, « diesen Fragen (der Religions- und Glaubensfreiheit) auch weiterhin als Teil der Menschenrechtspolitik der Europäischen Union Vorrang zu geben » - insbesondere auf den bilateralen und multilateralen Ebenen. Die Bischöfe der COMECE zeigten sich über die der Religionsfreiheit eingeräumte Priorität erfreut. Um dieses Grundrecht und die sich daraus ableitenden Konsequenzen zu erhellen, wird das Sekretariat der COMECE in den nächsten Monaten ein Dokument zur Förderung der Religionsfreiheit in den Politiken der EU veröffentlichen.

 

Zu den wichtigen Herausforderungen für die EU am Jahresende 2009 zählt der Gipfel von Kopenhagen, mit dem sich auch die Bischöfe der COMECE bei ihrer Vollversammlung befasst haben. Sie appellieren an die europäischen Verantwortlichen, sich bei den Verhandlungen ihrer Verantwortung zu stellen. Der Klimawandel bedroht die Zukunft der Schöpfung. Angesichts dieser Herausforderung muss die EU klare und ehrgeizige Verpflichtungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zur Unterstützung der Entwicklungsländer übernehmen, die von diesem Phänomen am stärksten betroffen sind.

 

 

Schließlich haben sich die Bischöfe über eine Initiative der internationalen katholischen Friedensbewegung « Pax Christi » zur Neuverhandlung des Vertrags zur Nichtverbreitung von Atomwaffen informiert. Im Anschluss daran haben sie das Sekretariat der COMECE gebeten, eine für die EU gedachte Stellungnahme zu verfassen, um den politischen Verhandlungsprozess in der Absicht einer vollkommenen Abschaffung von Nuklearwaffen zu begleiten.

 

 

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Alessandro Di Maio

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