Monday 6. December 2021
2009
COMECE Press 12/03/2009

 

Solidarität – die Herausforderung für Europa

Manifest im Hinblick auf die Katholischen Sozialtage für Europa

 

Danzig, 8.-11. Oktober 2009

 

Jede Generation muss sich Freiheit und Frieden für ihre Zeit neu verdienen und beides festigen. Unsere Generation ist dabei keine Ausnahme“ bekräftigt die Vorbereitungskommission der Katholischen Sozialtage für Europa in einem heute veröffentlichten Manifest. Zwischen 500 und 600 Katholiken aus ganz Europa werden anlässlich dieses Ereignisses auf Initiative der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) vom 8. bis 11. Oktober 2009 in Danzig zusammenkommen, der Stadt von Solidarnosc. Die Autoren des Manifests erklären, dass sich die Welt „heute, achtzig Jahre nach dem großen Börsenkrach von 1929, [...] erneut in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise (befindet), die das Potenzial für gefährliche soziale und politische Konsequenzen in sich trägt, mitsamt der Versuchung von Nationalismus und Protektionismus.

 

In ihrem Manifest unterstreichen die 26 Mitglieder der Vorbereitungskommission der Katholischen Sozialtage für Europa, die aus 19 europäischen Staaten stammen, dass „der Weg aus der Krise und der Schlüssel zum Frieden [...] in der Kombination jener persönlichen und politischen Werte (liegen), die mit dem Begriff ‚Solidarität’ angesprochen werden. Solidarität, gegründet auf der Achtung von Menschenwürde und Freiheit, steht im Mittelpunkt der kirchlichen Soziallehre. Unser Treffen in Danzig wird Gelegenheit geben, die Herausforderung der Solidarität für Europa zu untersuchen.

 

Der Text definiert Solidarität als unteilbar, ohne Ausgrenzung oder Ausnahme. „Sie gilt allen Menschen, angefangen bei den noch Ungeborenen bis zu jenen, die am Ende ihres Lebens stehen. Sie gilt unseren Zeitgenossen und den kommenden Generationen. Sie gilt Alteingesessenen wie Neuzugewanderten Sie gilt allen Ländern, seien sie groß oder klein.“ Diese Solidarität sollte über die EU-Grenzen hinausgehen, weil „ die Menschen [...] immer mehr voneinander abhängig und ihre Schicksale miteinander verflochten sind“; zudem sollte die Solidarität über die heutige Zeit hinausgehen, da „unser Lebensstil wie niemals zuvor die natürlichen Lebensgrundlagen der kommenden Generationen bedroht“.

 

Daher verstehen die Autoren das Treffen in Danzig als Möglichkeit, „nach konkreten Wegen (zu) suchen, um Europas Solidarität inmitten der weltweiten Krise zu bekräftigen“ und darüber hinaus als Gelegenheit, „den Beitrag der Europäischen Union zu einer Zivilisation der Liebe zu unterstützen, die keinen Menschen und keine Gegend der Welt aus- und die künftigen Generationen einschließt.

 

Die ersten Katholischen Sozialtage für Europa werden durch die eingeladenen Teilnehmer und Redner eine ökumenische Dimension erhalten. Herausragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Europa, einschließlich der europäischen Institutionen, und bedeutende Vertreter der katholischen Kirche sind kontaktiert worden, damit sie an der Veranstaltung teilnehmen.

 

Die Hälfte der Teilnehmer wird aus den jüngeren Generationen kommen. Vertreter des religiösen Lebens in Europa werden anwesend sein. Europäische Netzwerke wie Caritas Europa, Justitia et Pax Europa und die Initiative für Christen in Europa (IXE) waren eng in die Vorbereitung des Ereignisses eingebunden. In Polen haben das Zentrum für europäische Solidarität in Danzig und das Johannes-Paul II-Zentrum in Warschau eng zusammengearbeitet. Ein weiterer Partner ist Renovabis, die Solidaritätsinitiative der deutschen Katholiken.

Ein detailliertes Veranstaltungsprogramm wird auf der Pressekonferenz vorgestellt werden, die am 20. April im Büro der COMECE in Brüssel und kurz daraufhin in Danzig stattfinden wird.


Der Text des Manifests ist in Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch und Italienisch erhältlich.

Pressekontakt:

Alessandro Di Maio

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