Wednesday 19. June 2019
2010

2. Serie von Seminaren - 2009-2010 über ISLAM, CHRISTENTUM UND EUROPA

 

 

Die Europäische Union erkennt zunehmend die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Akteure als Elemente des politischen Wandels an. So betont die EU in der Nachbarschaftspolitik deren Rolle als Motor für Versöhnung und Demokratisierung. Obwohl Kirchen und religiöse Gemeinschaften nicht Teil der Zivilgesellschaft sind, arbeiten sie eng mit ihr zusammen. Ihrem eigenen Selbstverständnis entsprechend tragen Kirchen auch eine gesellschaftspolitische Verantwortung. Der Einfluss religiöser Akteure hängt dabei ab von ihrer Wahrnehmung in der Gesellschaft, von der Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie von der Natur ihrer Beziehungen zum Staat. Während des Transformationsprozesses in Mittel- und Osteuropa spielten religiöse Akteure eine wesentliche Rolle - sie waren sowohl Triebkraft des Wandels, als auch Schutzschild für Aktivitäten der Zivilgesellschaft.

 

Welche Schlussfolgerungen können aus der Rolle religiöser Akteure im Umbruch in Mittel- und Osteuropa gezogen werden? Können muslimische wie christliche Akteure heute eine vergleichbare Rolle in der Europäischen Nachbarschaft spielen? Können lokale religiöse Institutionen Mittler zu zivilgesellschaftlichen Basisbewegungen sein? Inwieweit beeinflusst die Art der Beziehungen zwischen Staat und religiösen Akteuren deren Potential als Motor des Wandels? In welchen Bereichen würde der Mehrwert für religiöse Akteure liegen, wie kann die Europäische Union angemessene religiöse Partner finden und wie kann man ihre Beteiligung am besten gewährleisten?

 

Diese Themen werden debattiert, am:

 

Donnerstag 4. März 2010:

Die Rolle religiöser Akteure bei der Stärkung von Zivilgesellschaft und Demokratisierung in der Europäischen Nachbarschaft

 

von 15 bis 17 Uhr

 

COMECE, Square de Meeûs 19 - 1050 Brüssel

 

Referenten:
- Mag. Thorsten Göbel, Brot für die Welt
- Dr. Amr El-Shobaky , Al-Ahram Centre for Political & Strategic Studies, Cairo (Egypt)
- Prof. Dr. Klaus Ziemer, University of Trier (Germany) & Kard. Wyszynski University Warsaw (Poland)

 

Moderator:
Pater Piotr Mazurkiewicz, Generalsekretär der COMECE

 

Zusammenfassung der Diskussion von:
Gräfin Róża von Thun und Hohenstein, Mitglied des Europäischen Parlaments (EVP, Polen)

 

Simultaneous translation: English/French/German

 

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Pressekontakt:

Alessandro Di Maio

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