Monday 6. December 2021
2011

Verfolgung von Christen erhält letztendlich die Beachtung, die es verdient.

Jetzt ist konkretes politisches Handeln gefragt

 

COMECE bewertet die Schlussfolgerungen des Rates der EU über „Intoleranz, Diskriminierung und Gewalt auf Grundlage von Religion und Weltanschauung“ als einen guten Schritt in die richtige Richtung. Die Verbindung von gesundem Menschenverstand und politischem Willen hat sich durchgesetzt, um eine starke Erklärung sicherzustellen, die dringend benötigt wurde, um die weitverbreiteten Akte des Terrorismus und des Sektierertums gegen Christen weltweit zu stoppen. Im zweiten Absatz verurteilt der Rat die Gewaltakte „gegen Christen und ihre Kultstätten, muslimische Pilger und andere religiöse Gemeinschaften“. Dennoch erfordern die Sicherheit und das Überleben der christlichen Gemeinschaften – insbesondere im Mittleren Osten – konkretes Handeln.

 

Dem Ministerrat war es in seiner Sitzung am 31. Januar aufgrund interner Querelen unter den Ministern über eine ausdrückliche Bezugnahme auf die Anerkennung von Christen als Hauptziel religiöser Verfolgung in verschiedenen Ländern und Gebieten, wie dem Irak, Ägypten, Pakistan, Nigeria, Zypern, Philippinien, Iran, Indien und Vietnam, nicht gelungen, eine Schlussfolgerung zu erzielen. Das nun positive Übereinkommen folgt dem Kopfschütteln etlicher EU-Mitgliedsstaaten und einzelner EU-Abgeordneter über das negative Ergebnis der letzten Sitzung.

 

COMECE meint nun, dass der Ministerrat diese Worte in konkretes Handeln übersetzen sollte, um zu garantieren, dass Christen und andere religiöse Minderheiten in aller Welt, die so sehr gebrauchten Grundrechte und -freiheiten – einschließlich Religionsfreiheit – genießen können, die ihnen jetzt vorenthalten werden. Das wiederholt die Besorgnis von Papst Benedikt XVI, der am 1. Januar sagte, dass die Regierungen ihre Worte bekräftigen sowie ein konkretes und konstantes Bekenntnis machen müssten, um anti-religiöser Gewalt ein Ende zu setzen.

 

In der Sitzung des Ministerrates, wurde Religionsfreiheit nochmals bestätigt. Allerdings hofft COMECE, dass die EU ihre Schlussfolgerungen in aussagekräftiges politisches Handeln umsetzen wird, und auf diese Weise dazu beiträgt, die sektiererische Trennung, den Krieg der Kulturen und Religionen und die religiöse Säuberung auszumerzen.

 

Darüber hinaus könnte Baronin Ashton, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, innerhalb des neuen Europäischen Auswärtigen Dienstes einen dauerhaften institutionellen Ansatz schaffen, um Religions- und Gewissensfreiheit weltweit zu schützen.

 

Ein wirksames Bekenntnis zu Grundrechten, einschließlich Religionsfreiheit, ist in sich selbst der Weg zum Frieden. Sobald voll verwirklicht, wird es den Weg für friedvolle und offene Gesellschaften ebnen, in denen verschiedene Religionen im Dienste einer größeren menschlichen Freiheit zusammenarbeiten.

 


 

Für Weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Johanna.Touzel@comece.eu Pressesprecherin der COMECE

 

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Alessandro Di Maio

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