Monday 6. December 2021
2011

COMECE begrüßt das neue Transparenz-Register als ein positives Signal, welches volle Unterstützung verdient

 

 

Heute hat das EU-Parlament die Aufstellung eines gemeinsamen Kommissions/-Parlament „Transparenz-Register“ befürwortet und so die Bedingungen für dessen offizielle Lancierung im Juni ermöglicht. Diese Entscheidung betrifft unzählige Organisationen, die Verbindung mit den EU-Institutionen aufnehmen. COMECE begrüßt dieses gemeinsame Register als ein Instrument, das das legislative Procedure und Policy-making auf EU Ebene transparenter machen wird.

 

Transparenz wird von der Katholischen Kirche als ein wichtiges Element einer demokratischen Gesellschaft bewertet. Es ist wesentlich, dass dieser Aspekt von den EU-Institutionen selbst gebührende Beachtung erhält.

 

Das neue Transparenz-Register weist sechs Kategorien auf: I- Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien, selbstständigen Berater  II- In-House-Lobbyisten, Gewerbe- und Berufsverbände, III- Nichtregierungsorganisationen, IV- Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen, V- Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten VI- Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen usw. vertreten.

 

Auf diese Weise schafft das Register die notwendige Trennung und Unterscheidung zwischen einerseits Lobbyisten und Interessenvertretern, und andererseits Einheiten, die nicht zu diesem Sektor gehören. Unter letztgenannten befinden sich Vertretungen von Kirchen und Religionsgemeinschaften, denen eine spezielle Kategorie (V.) gewidmet wird, die ihre Identität, Rolle und ihren Status anerkennt. Die im Register enthaltene Klarstellung, dass Kirchen selbst nicht vom Register betroffen sind, ist  äußerst wichtig. Der Wechsel in der Terminologie von "Lobby-/Interessenvertretung" zu "Transparenz" ist ebenfalls zu begrüßen.

 

Als Vertretung der Katholischen Bischofskonferenzen der EU-Mitgliedstaaten gegenüber den EU-Institutionen, wäre das COMECE-Sekretariat in der Lage, sich zu registrieren. Sobald das Register nach Maßgabe der Inter-Institutionellen Vereinbarung umgesetzt worden ist, wird eine diesbezügliche Entscheidung gemäß des internen Verfahrens von COMECE getroffen werden.

 

COMECE versteht ihren Beitrag als einen ethischer und moralischer Art: ihre Reflektionen und Beiträge zum EU-Policy-making werden vom Evangelium inspiriert, und fokussieren auf die Förderung der Menschenwürde jedes Menschen und des Gemeinwohls. COMECE setzt sich für ethische Werte ein und agiert nicht im Namen von Business- oder Privatinteressen - wie es Lobby- und Interessenvertretungen tun - sondern ist in einem „offenen, transparent und regelmäßigen Dialog“ mit den EU-Institutionen engagiert, auf Basis von Artikel 17 Absatz 3 des Vertrages über die Arbeitsweise der EU.

 


 

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte johanna.touzel@comece.eu, COMECE Pressesprecherin

 

Pressekontakt:

Alessandro Di Maio

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